Konsolidierungsdruck
Schwere Schatzsuche im Müll

Den deutschen Abfallkonzernen gehen nach dem jüngsten Übernahmereigen in Deutschland die Kaufgelegenheiten aus. Doch der Konsolidierungsdruck hält weiter an. Ob die Deutschen so in der ersten Liga mithalten können, ist fraglich.

DÜSSELDORF. „Wir sehen derzeit kein Unternehmen mehr mit über 100 Millionen Euro Jahresumsatz, das zum Verkauf steht“, sagte Axel Schweitzer, Vorstand und Mitinhaber des Berliner Entsorgungskonzerns Alba, im Gespräch mit dem Handelsblatt.

Branchenexperten wie Fritz Flanderka von der Kölner Beratungsfirma Reclay kommen zu einer ähnlichen Einschätzung. „Wer jetzt noch durch Übernahmen wachsen will, muss über die Dörfer ziehen“, glaubt er. Allenfalls kleinere Mittelständler und kommunale Unternehmen stünden als Übernahmeziele zur Verfügung.

Entsorger wie die vom französischen Suez-Konzern beherrschte Abfallfirma Sita drohen damit den Anschluss zu verlieren. Deutschlands Nummer vier war zuletzt beim Ringen um die EnBW-Tochter U-Plus leer ausgegangen und besitzt nun kaum noch die Gelegenheit, durch weitere Zukäufe nachzubessern.

Dabei gilt der zwölf Mrd. Euro schwere deutsche Hausmüll-Entsorgungsmarkt im Gegensatz zu Frankreich oder Spanien nach wie vor als zersplittert. Die Übernahmewelle der zurückliegenden Monate, der neben U-Plus die Post-Tochter VfW, die börsennotierte CCR und der Branchenriese Sulo/Cleanaway zum Opfer fielen, hat daran nichts geändert.

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