Konsolidierungspläne sollen dieses Jahr greifen
SAS weist höhere Verluste aus als erwartet

Die skandinavische Fluglinie SAS hat im vierten Quartal einen höheren Verlust ausgewiesen als erwartet.

rtr STOCKHOLM. In den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres sei ein Verlust von 419 Mill. schwedischen Kronen (rund 46,2 Mill. Euro) entstanden, teilte die Fluglinie am Donnerstag mit. Analysten hatten mit einem Vorsteuer-Verlust von 244 Mill. Kronen - ohne die vor wenigen Tagen angekündigten 100 Mill. Kronen Belastung durch das Frachtgeschäft - gerechnet. Im Vorjahr hatte der Verlust bei 245 Mill. Euro gelegen.

Der Kurs der SAS-Aktie gab im frühen Handel um mehr als zwei Prozent nach, erholte sich aber wieder. Die Fluggesellschaft befindet sich zur Hälfte in dänischem, schwedischen und norwegischen Staatsbesitz. Die Konsolidierungspläne des Unternehmens würden in diesem Jahr anfangen zu greifen, teilte SAS mit. Sollte es nicht zu unvorhersehbaren Ereignissen kommen, würden nach Geschäftsplan 2005 positive Ergebnisse erzielt. „Anhaltend große Unsicherheit über die Entwicklung in der Luftfahrtindustrie ist Grund zur Vorsicht“, teilte das Unternehmen mit.

Bislang seien erst 85 Prozent des Konsolidierungsplans anstelle von 93 Prozent umgesetzt. Dies habe unter anderem mit verlängerten Ausbildungszeiten für die Piloten zu tun. Außerdem sei das Ziel, 40 Prozent der Tickets über das Internet zu verkaufen, nicht erreicht worden. Neben der SAS sind in der jüngsten Vergangenheit auch andere mittelgroße europäische Fluglinien wie Swiss und Altitalia in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten.

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