Konsum
Einzelhandel nimmt im Mai erneut weniger ein

Die deutschen Einzelhändler nehmen weniger ein: Im Mai ging der Umsatz zum zweiten Mal in Folge überraschend zurück. Händler von Einrichtungsgegenständen, Haushaltsgeräten und Baubedarf verzeichnen die größten Einbußen.
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BerlinDie deutschen Einzelhändler haben im Mai den zweiten Monat in Folge weniger eingenommen. Ihr Umsatz schrumpfte überraschend um 0,7 Prozent zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Preisbereinigt (real) lag das Minus bei 0,6 Prozent. Befragte Ökonomen hatten hier mit einem Wachstum von 0,7 Prozent gerechnet, nachdem es im April einen Rückgang von 1,5 Prozent gegeben hatte.

Im Vergleich zum Mai 2013 fällt das Ergebnis deutlich besser aus, weil der Monat diesmal einen Verkaufstag mehr zählte. Der Umsatz kletterte um 2,2 Prozent und real um 1,9 Prozent. Besonders gut läuft es im Internet- und Versandhandel, der einen Zuwachs von 6,7 Prozent meldete. Dagegen verzeichneten die Händler von Einrichtungsgegenständen, Haushaltsgeräten und Baubedarf mit minus 1,3 Prozent die größten Einbußen.

Von Januar bis Mai lag der gesamte Umsatz um 2,2 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Der Einzelhandelsverband HDE erwartet in diesem Jahr ein Plus von 1,5 Prozent, nachdem es 2013 plus 1,3 Prozent waren. Die Konsumlaune der Deutschen ist wegen der Rekordbeschäftigung und steigender Löhne derzeit sehr gut. Allerdings profitiert der Einzelhandel nur bedingt davon, weil viel Geld in Dienstleistungen, Reisen und andere Branchen fließt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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