Konsum gebremst
Inflationssorgen: Handel schraubt Prognose nach unten

Gebremste Kauflaune und Inflationssorgen bei vielen Kunden trüben die Geschäftserwartungen im deutschen Einzelhandel. Nach einem enttäuschenden ersten Halbjahr sei für 2008 nur noch ein Umsatzplus von nominal 1,5 Prozent zu erreichen, teilte der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) am Mittwoch in Berlin mit.

HB BERLIN. Um Inflationseffekte bereinigt, bedeute dies ein Minus von etwa einem Prozent. Damit senkte der Verband seine bisherige Prognose leicht ab, die nominal zwei Prozent Umsatzwachstum für 2008 angesetzt hatte. Eine deutliche Aufhellung des Konsumklimas in den nächsten Monaten sei aber aus heutiger Sicht unwahrscheinlich.

Viele Verbraucher hätten das Gefühl, dass der Aufschwung sie nicht erreicht habe, sagte HDE-Präsident Josef Sanktjohanser. Zusätzliche Sorgen bereite zudem eine Angst vor der Inflation, die vor allem von Rekordpreisen für Öl und Gas getrieben werde. "Viele Bundesbürger schränken daher ihren Konsum ein."

Der HDE-Präsident äußerte die Erwartung, dass die jüngsten Preissteigerungen bei Lebensmitteln in der zweiten Jahreshälfte eher abklingen dürften. Bei Milch habe sich gezeigt, dass die Märkte funktionierten.

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