Konsumenten irregeführt

Beck's muss Biertrinker entschädigen

Käufer von Beck's haben in den USA mit einer Sammelklage 20 Millionen Dollar erstritten. Der Hersteller hatte auf den Verpackungen mit deutscher Qualität geworben und verheimlicht, dass das Bier in den USA gebraut wurde.
Amerikanische Trinker fühlten sich getäuscht. Quelle: ap
Beck's Bier

Amerikanische Trinker fühlten sich getäuscht.

(Foto: ap)

MiamiWegen irreführender Bierverpackung haben US-Konsumenten von Beck's 20 Millionen Dollar erstritten. Dem Vergleich gab Richter John J. O'Sullivan am Dienstag in Miami statt.

Das Verfahren hatten im Jahr 2013 etliche Biertrinker angestrengt, die den Aufdruck „Made in America“ auf der Verpackung von Beck's vermisst hatten, obwohl das Getränk seit 2012 in St. Louis im Staat Missouri gebraut wird. Stattdessen prangten auf dem Produkt des Mutterkonzerns Anheuser-Busch Inbev in großen Lettern die Worte „Deutsche Qualität“ und der Hinweis, das Bier sei nach dem „Deutschen Reinheitsgebot von 1516“ in Bremen hergestellt worden.

Diese Angaben mögen zwar wahr sein, argumentierte Klägeranwalt Tucker Ronzetti. Doch sollte ein in St. Louis hergestelltes Bier nicht als das Importprodukt ausgegeben werden, das es einst gewesen sei. „Sie merkten, dass sie getäuscht wurden“, sagte Ronzetti. Nun erhalten US-Kunden, die nachweisen können, dass sie Beck's in einem Geschäft kauften, bis zu 50 Dollar (rund 44 Euro) pro Haushalt.

Kläger ohne Quittung können mit maximal zwölf Dollar rechnen. Bis zum 20. November können Betroffene ihre Ansprüche über eine vom Gericht gebilligte Webseite geltend machen.

Prost! Das Sortiment des neuen Bier-Giganten
Budweiser
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Budweiser, in den USA schlicht Bud genannt, wird von Anheuser-Busch gebraut. Heute ist es die am meisten verkaufte Premium-Biermarke in den USA. In der Vergangenheit gab es immer wieder Markenkonflikte und juristische Auseinandersetzung mit Budweiser Bürgerbräu, der traditionsreichen Biermarke aus dem tschechischen Budweis.

Corona Extra
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Die mexikanische Biermarke Corona Extra befindet sich mehrheitlich im Besitz von Anheuser-Busch. Im Mexiko ist es das meisterverkaufte Bier, aber auch international expandiert die Marke. Mittlerweile sind Corona-Biere in mehr als 150 Ländern erhältlich.

Stella Artois
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Stella Artois ist eine belgische Biermarke, die zu Anheuser-Busch gehört. Sie wird unter anderem in die USA, nach Brasilien, Russland und Australien exportiert. Die Stella-Artois-Produktion für den europäischen Markt stammt größtenteils aus der belgischen Stadt Löwen.

Beck's
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Die Brauerei Beck ist in Bremen beheimatet und gehört zum Konzern Anheuser-Busch InBev. Das Unternehmen setzt stark auf den Export. Heute wird die Marke in 120 Ländern der Welt vertrieben.

Leffe
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Das belgische Abtei-Bier Leffe hat eine lange Tradition: Erstmals wurde es 1240 von Mönchen gebraut. Heute gehört die Marke zur Anheuser-Busch-InBev-Gruppe.

Diebels
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Die Brauerei Diebels war bis 2001 ein niederrheinisches Familienunternehmen, mittlerweile gehört die Marke zur Brauereigruppe Anheuser-Busch InBev. Im Mittelpunkt der Produktion steht Altbier.

Franziskaner
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Franziskaner wird seit dem 14. Jahrhundert in München gebraut, geblieben ist allerdings nur der eingetragene Markenname. Hergestellt wird das Bier heute bei Löwenbräu in München, Inhaber ist die belgische Anheuser-Busch-InBev-Gruppe.

  • ap
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