Konzentration auf das Kerngeschäft
Marks & Spencer will Übernahme verhindern

Der britische Lebensmittel- und Bekleidungskonzerns Marks & Spencer will mit einer Auszahlung von 2,3 Milliarden Pfund (3,45 Milliarden Euro) an seine Aktionäre eine Übernahme durch den Großunternehmer Philip Green verhindern.

HB LONDON. M&S-Chef Stuart Rose legte am Montag in London einen Strategieplan vor, wonach sich das Unternehmen für einen nachhaltigen Geschäftserfolg wieder auf sein Kerngeschäft konzentrieren soll. Dazu gehört nach den Angaben der Verkauf des Bereichs Finanzdienste an die Bank HSBC sowie der Kauf des Bekleidungsunternehmens Per Una von Modeguru George Davies für 125 Millionen Pfund. Den Wert seine Immobilien bezifferte M&S nunmehr mit 3,6 Milliarden Pfund.

„Unser Ziel ist, Marks & Spencer unseren Kunden zurückzugeben“, sagte Rose. Er räumte ein, die M&S-Geschäfte seien zu kompliziert geworden, etwa durch zu viele verschiedene Modelinien und Diversifizierungen im Lebensmittelbereich. Deshalb würden zur Kosteneinsparung eine Reihe von Läden geschlossen. Dass Rose handeln muss, zeigten auch die am selben Tag vorgelegten Zahlen für das erste Geschäftsquartal (10. Juli), wonach der flächenbereinigte Umsatz um 2,8 Prozent sank. Analysten zeigten sich enttäuscht.

Erst vor wenigen Tagen war ein drittes Angebot Greens über nunmehr 9,1 Milliarden Pfund vom M&S-Vorstand abgelehnt worden. Mehrere Großaktionäre sollen sich aber für eine Annahme des Green-Angebots ausgesprochen haben. Andere wollen sich nach britischen Medienberichten innerhalb der kommenden zwei Tage entscheiden, wie es mit Marks & Spencer weitergehen soll.

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