Konzentration auf touristisches Geschäftes
Tui will sich von Hapag-Lloyd trennen

Der Tui-Konzern soll zerschlagen werden. Der Aufsichtsrat beschloss am Montag, eine Trennung von der Reederei-Tochter Hapag -Lloyd vorzubereiten. Damit beugt sich Tui dem Druck einzelner Großaktionäre. Noch ist nicht klar, wie genau die Herauslösung von Hapag -Lloyd umgesetzt wird.

HB HANNOVER. Der Reise- und Schifffahrtskonzern Tui will sich von seiner Reederei Hapag-Lloyd trennen und beugt sich damit dem Druck von Großaktionären. Zehn Jahre nach der Übernahme des Hamburger Traditionsunternehmens beauftragte der Aufsichtsrat den Tui -Vorstand am Montag in einer Kampfabstimmung, alle Möglichkeiten auszuloten, um Hapag-Lloyd aus dem Konzern herauszulösen, wie Tui mitteilte. Um einen Verkauf ins Ausland zu verhindern, bereitet ein Kreis von deutschen Investoren und Kaufleuten vor allem aus Hamburg ein Übernahmeangebot für Hapag -Lloyd vor.

Alle Optionen wie eine Ausgliederung (Spin-off), eine Fusion mit einer anderen Reederei oder ein Verkauf als Ganzes sollten geprüft werden, erklärte Tui. Die Interessen der Aktionäre, der Inhaber von Anleihen und der Beschäftigten seien „angemessen zu berücksichtigen“. Damit scheidet nach Ansicht von Analysten eine bloße Abspaltung aus, weil Tui damit kein Geld zufließen würde, um Schulden abzubauen oder eine Sonderdividende zu zahlen. Die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat hielten den Beschluss für verfrüht: „Besonders für die Schifffahrt sind für uns Sicherung der bestehenden Arbeitsplätze, stabile Eignerstrukturen, Standorterhaltung zukünftig wesentlich“, begründeten sie ihr ablehnendes Votum.

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