Konzern empfiehlt Ablehnung
BAA gegen Ferrovial-Angebot

Der britische Flughafen-Betreiber BAA wehrt sich gegen die Ferrovial-Offerte und will seine Aktionäre mit einem Investitionsplan davon überzeugen, dass sie ihre Aktien nicht an den spanischen Baukonzern verkaufen.

HB LONDON. „Meine Botschaft an die Anteilseigner ist: Verkaufen sie ihre Aktien nicht! Es ist nicht der richtige Zeitpunkt und es ist nicht der richtige Preis“, erklärte BAA-Chef Mike Clasper am Mittwoch. Die Spanier zeigten sich unterdessen zu einer „etwas höheren Offerte“ bereit. Wenn die BAA das Angebot willkommen heiße und einer eingehenden Prüfung der BAA-Bücher zustimme, könnte das Angebot aufgestockt werden, teilte Ferrovial mit. BAA konterte, die Offerte müsse deutlich steigen, bevor der Konzern seine Bücher öffne.

Derzeit bietet Ferrovial insgesamt 8,75 Mrd. Pfund (rund 12,55 Mrd. Euro) oder 810 Pence in bar je BAA-Aktie. An der Börse wurde die Aktie am Mittwoch mit rund 845 Pence gehandelt. „Der Wert des Unternehmens liegt eindeutig über 810 Pence pro Aktie. Letztendlich ist er wesentlich höher, als das, worüber wir bisher gesprochen haben“, sagte Clasper vor Reportern. Auch Investmentexperten bewerteten die Offerte kritisch: „Mit einem Angebot, das unter dem aktuellen Aktienpreis liegt, und mit einer Reihe von Bedingungen hat die aktuelle Offerte unserer Einschätzung nach wenig Aussicht auf Erfolg“, urteilte JP Morgan in einer Erklärung an seine Kunden.

BAA selbst hatte die Offerte bereits Anfang April als zu niedrig zurückgewiesen. Der Betreiber des Londoner Flughafens Heathrow erklärte zudem, in den kommenden zehn Jahren 9,5 Mrd. Pfund in seine Flughäfen in der britischen Hauptstadt zu investieren. Dabei werde auf diesen Flughäfen in den kommenden zehn Jahren ein Anstieg des Passagier-Aufkommens von jährlich drei Prozent erwartet.

BAA-Aktien gaben um rund ein Drittel Prozent nach. Papiere von Ferrovial hingegen legten um mehr als 1,5 Prozent zu. Das Unternehmen hatte zuvor einen deutlichen Gewinnanstieg für das abgelaufene Quartal ausgewiesen. In den drei Monaten bis Ende März stieg der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 41,3 Prozent auf 328,8 Mill. Euro.

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