Konzern kauft für 320 Millionen Euro Krankenhäuser in Hamburg
Asklepios wird größter Klinikbetreiber

Die Asklepios Kliniken GmbH hat das Rennen um den Landesbetrieb Krankenhäuser Hamburg (LBK) gemacht: Das Land Hamburg will die sieben staatlichen Krankenhäuser für rund 320 Millionen Euro an den privaten Klinikbetreiber abgeben.

FRANKFURT/M. Wenn der Vertragsentwurf Senat und die Bürgerschaft passiert, wird der Klinikbetreiber aus Königstein im Taunus über Nacht zum größten Anbieter der Branche.

Asklepios setzte nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr rund 1,1 Mrd. Euro um. Gelingt der Kauf des LBK, steigt der Umsatz im kommenden Jahr auf rund 1,8 Mrd. Euro. Für Konkurrenten Rhön-Klinikum rechnen Analysten im laufenden Jahr mit einem Umsatz von etwa 1,1 Mrd. Euro. Das entspricht auch der Umsatzerwartung, die der dritte große Klinikbetreiber Helios veröffentlicht hat. entspricht. Mit eigenen Kliniken setzte Asklepios 2003 knapp 462 Mill. Euro um, der Rest des Umsatzes wird mit dem Management fremder Betriebe erzielt. Die Gewinnspanne vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) lag bei 10,8 Prozent.

„Nach dem LBK würden sich alle großen Anbieter die Finger lecken“, sagt Hartmut Schmidt, der als selbstständiger Analyst Krankenhausgruppen beobachtet. Tatsächlich hatten das Rhön-Klinikum und Helios ihren Hut noch einmal in den Ring geworfen, nachdem der bereits im vergangenen Jahr geplante Verkauf an Asklepios wegen der Hamburger Neuwahlen in letzter Minute geplatzt war – letztlich blieb dies ohne Erfolg.

Wieviel die Wettbewerber für den Hamburger Klinikkomplex mit einem Jahresumsatz von etwa 750 Mill. Euro boten, ist nicht bekannt. Helios zog sich nach Angaben eines Sprechers nach ersten Gesprächen in Hamburg wieder zurück.

Die Hamburger Behörde für Wissenschaft und Gesundheit beziffert das Transaktionsvolumen des geplanten Geschäfts mit Asklepios auf 243,6 bis 318,6 Mill. Euro. Darin enthalten sind zwei mit etwa 74 Mill. Euro bewerteten Kliniken, die Asklepios in die LBK einbringt. Rund 19 Mill. Euro des Kaufpreises sollen nach Angaben von Asklepios- Geschäftsführer Elmar Willebrand bar beglichen werden. Weitere 220 Mill Euro würden durch ein Konsortium, dem mehrere Privatbanken sowie eine Landesbank angehören, fremdfinanziert.

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