Konzern lehnt auch neues Milliardenangebot ab
Green erhöht Angebot für Marks & Spencer

Der Poker um die britische Warenhauskette Marks & Spencer wird immer härter: Am Mittwoch legte der Milliardär Philip Green ein auf 9,1 Mrd. Pfund Sterling (13,6 Mrd. Euro) deutlich erhöhtes Angebot vor, das aber nach Einschätzung von Beobachtern erneut vom M&S-Management als zu niedrig zurückgewiesen werden dürfte.

and LONDON. Das Unternehmen, das wesentlich im Bekleidungs- und im Lebensmittelbereich vertreten ist und schon seit langem in der Krise steckt, wollte die neue Offerte gestern Nachmittag beraten und sich erst am Abend dazu äußern.

Zunehmend gerät die Führungsspitze Traditionshauses unter Druck. Große Hedgefonds, die knapp 20 Prozent des Kapitals von M & S kontrollieren, sollen immer stärker auf Verhandlungen mit Green über dessen Übernahmeofferte drängen. Zudem hat der mit 11,7 Prozent größte Einzelaktionär, die US-Fondsgesellschaft Brandes Investment Partners, der jüngsten Offerte von 400 Pence pro Aktie angeblich schon zugestimmt. Green hatte Ende Mai erstmals offen Interesse am Kauf von M & S gezeigt, zwei Angebote von ihm wurden seitdem aber von M & S umgehend zurückgewiesen. Auch sein drittes Angebot machte der Milliardär gestern davon abhängig, dass er mehr Finanzdaten sowie die Rückendeckung des Managements bekommt.

Der hemdsärmelige Manager Green, der bereits mit mehreren Billig-Modeketten stark im britischen Handel vertreten ist, hatte zuvor erklärt, er werde sich „völlig zurückziehen“, falls sein neues Angebot erneut abgelehnt werde. „Wenn sie mein Geld nicht wollen, gehe ich und lege mich an den Strand.“

Am Dienstag hatte die Aufsichtsbehörde in London entschieden, dass Green bis 6. August ein formales Gebot vorlegen oder seinen Plan, Marks & Spencer zu kaufen, aufgeben muss. Bei einem Rückzug wäre Green bis Februar 2005 von einer Übernahme der Warenhauskette ausgeschlossen.

Quelle: Handelsblatt

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