Konzern übertrifft Erwartungen und hebt Prognose an
Eon hängt seinen Konkurrenten RWE ab

Deutschlands größter Energiekonzern Eon hat im ersten Halbjahr im Gegensatz zum Konkurrenten RWE die Erwartungen der Analysten übertroffen und seine Prognose angehoben. Der Ausblick auf das Gesamtjahr habe sich erneut verbessert, teilte Eon mit.

juf DÜSSELDORF.An der Börse wurde der Zwischenbericht wesentlich positiver aufgenommen als der von RWE zwei Tage zuvor. Die Aktie legte in einem schwachen Marktumfeld zwischenzeitlich über 2,5 Prozent zu. Die RWE-Titel waren dagegen am Dienstag die größten Verlierer im Deutschen Aktien-Index gewesen. Auch gestern gaben sie nach. „RWE hat das gezeigt, was der Markt erwartet hat, Eon hat die Erwartungen übertroffen“, kommentierte Analyst Stephan Wulf von Sal. Oppenheim.

„Auf Grund der erfreulichen Ergebnisentwicklung in allen Geschäftsbereichen rechnen wir nunmehr für den gesamten Eon-Konzern mit einem zweistelligen prozentualen Ergebniszuwachs“, teilte Eon gestern mit. Bislang hatte diese Prognose nur für das Kerngeschäft Energie gegolten. Beim Überschuss geht Eon aber weiter davon aus, den Vorjahreswert zu verfehlen. Hintergrund: Ähnlich hohe Erlöse aus dem Verkauf von Töchtern wie 2003 sind nicht zu erwarten.

Die Prognose werde gut aufgenommen, sei aber immer noch konservativ, sagte Analyst Wulf: „Eon hält sich noch Pfeile im Köcher.“ Auch die Halbjahresbilanz übertraf die Erwartungen. Katja Blanke von der Landesbank Rheinland-Pfalz sprach von „phantastischen Zahlen.

„Im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des Vorjahres haben sich alle wichtigen Ergebniskennzahlen verbessert“, sagte Vorstandschef Wulf Bernotat während einer Telefonkonferenz. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) kletterte um 21 Prozent auf 4,2 Mrd. Euro. Analysten hatten im Durchschnitt nur mit vier Mrd. Euro gerechnet. Der Überschuss erhöhte sich um zwei Prozent auf 2,8 Mrd. Euro. Hier hatten viele Branchenexperten einen Rückgang für möglich gehalten.

Die Eon AG profitierte im ersten Halbjahr zwar von zahlreichen Sondereffekten. So bezog sie erstmals die neuen Töchter Graninge aus Schweden und Midlands Electricity aus Großbritannien in die Bilanz ein und löste Rückstellungen auf. Aber auch im operativen Geschäft legte der Konzern deutlich zu.

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