Konzern will Dienstag umfassende Neuausrichtung bekannt geben
Karstadt denkt an Ausgliederung der Problemfilialen

Der angeschlagene Warenhauskonzern Karstadt-Quelle erwägt, einen ähnlichen Weg wie vor Jahren die Metro mit ihrer Verwertungsgesellschaft Divaco einzuschagen und Problemfilialen aus dem Konzern herauszulösen. Doch noch fehlt der notwendige Partner.

HB FRANKFURT. Nach dem vom Vorstand diskutierten Modell könnten kleinere, unrentable oder in ihrer Struktur nicht passende Karstadt-Warenhausfilialen in eine eigene Gesellschaft ausgegliedert werden, berichtet die FAZ unter Berufung auf informierte Kreise. Damit würde die Warenhausgruppe einige der drückenden Problemfelder aus der Bilanz herausnehmen. Für eine solche Lösung müssten aber noch Partner gefunden werden, schrieb die Zeitung.

Sie verwies zugleich auf ein ähnliches Modell beim Handelskonzern Metro. Dieser hatte als Randaktivitäten definierte Geschäfte aus dem Konzern dekonsolidiert und als Joint Venture in der Verwertungsgesellschaft Divaco gebündelt. Dabei hatte Metro mit der Deutschen Bank und dem Versicherungskonzern Gerling zusammengearbeitet. Ziel der Divaco-Konstruktion war es, die ausgelagerten Aktivitäten möglichst Gewinn bringend zu verkaufen, was jedoch nur teilweise gelang. Im Januar hatte Metro den Verkauf ihres Divaco-Aktienpakets bekannt gegeben.

Karstadt-Quelle will am Dienstag eine umfassende Neuausrichtung bekannt geben. Der seit Juni amtierende neue Vorstandschef Christoph Achenbach will erstmals vor die Presse treten und das Sanierungskonzept vorlegen. Er hat bereits mehrfach tiefe Einschnitte angekündigt. Dazu gehört auch ein deutlicher Personalabbau.

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