Konzern will in die Produktion von Damenmode einsteigen
Wende bei "Boss Woman" steht bevor

Der schwäbische Herrenmodekonzern Hugo Boss erwartet nur noch geringe Verluste in der defizitären Damen-Sparte. Nach Einschätzung des Vorstandsvorsitzenden Bruno Sälzer hat man die Probleme in den Griff bekommen, hieß es.

HB STUTTGART/FRANKFURT. Der Fehlbetrag in der angeschlagenen Damen-Sparte wird nach Angaben von Sälzer in diesem Jahr geringer ausfallen als geplant. „Wir hatten in der ersten Jahreshälfte mit Boss Woman einen Verlust von 3 Mill. Euro verbucht, und dabei wird es bis zum Jahresende in etwa bleiben“, sagte Sälzer der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Donnerstagausgabe). Dies sei relativ klar einzuschätzen, da die Vorbestellungen bereits 80 Prozent des Umsatzes ausmachten und die Kosten weitgehend bekannt seien.

Bisher hatte Boss mit Damenmode einen Verlust von fünf bis 9 (2002: 18) Mill. Euro einkalkuliert. Der Vororder-Umsatz von Boss Woman für die Saison Frühjahr/Sommer 2004 sei um 18 Prozent auf 24 Mill. Euro gesteigert worden. Die Vorbestellungen der Händler machten etwa 80 Prozent des Gesamtumsatzes aus. „Ich bin sicher, wir haben die Wende bei der Damenmode geschafft“, sagte Sälzer.

Nach der Gewinnwende erwägt Boss auch in die Produktion von Damenmode einzusteigen. „Unsere Idee ist, in einigen Jahren 30 Prozent des Gesamtvolumens selbst herzustellen“, sagte Sälzer der Zeitung. Bisher lässt der Konzern die Damen-Kollektion nach eigenen Entwürfen fremdfertigen.

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