Konzern will investieren
Es wird wieder Geld in Karstadt-Häuser gesteckt

Der Handelsriese Karstadt-Quelle will mit dem Verkauf seines verbliebenen Immobilienportfolios einen deutlich höheren Preis erzielen, als bislang angenommen. Gleichzeitig sind nach der Expansion in der Touristik-Sparte nun auch wieder massive Investitionen im Warenhausgeschäft geplant.

HB HONGKONG/ESSEN. „Denkbar ist ein Verkaufserlös von über 900 Mill. Euro vielleicht sogar bis zu eine Mrd. Euro, sagte Karstadt-Quelle-Vorstandsvorsitzender Thomas Middelhoff am Rande einer Unternehmensveranstaltung in Hongkong. Aktuell gebe es drei Interessenten.

Zum Jahresende noch war der Essener Warenhaus- und Versandhandelskonzern davon ausgegangen, mit dem weiteren Immobilienverkauf 800 Mill. Euro erlösen zu können. Mit dem Geld soll die vollständige Übernahme des Tourismuskonzerns Thomas Cook bezahlt werden. Karstadt-Quelle hat vor wenigen Wochen den 50-prozentigen Anteil der Deutschen Lufthansa AG bei Thomas Cook für 800 Mill. Euro erworben.

Karstadt will 470 Millionen in Warenhäuser investieren

Nach der Expansion in der Touristik-Sparte will der Essener Karstadt-Quelle-Konzern nun auch sein Warenhausgeschäft kräftig ausbauen. „Wir werden in den kommenden zwei Jahren rund 470 Mill. Euro in die Warenhäuser investieren“, kündigte Konzernchef Middelhoff außerdem. Beim Versand als dem Sorgenkind des Konzerns rechne man noch in diesem Jahr mit der Ertragswende.

„Es gibt einen Megatrend hin zu einer Rückbesinnung zu den Innenstädten“, zeigte sich der Konzernchef überzeugt. Mit künftig etwa zehn Warenhäusern in der Sparte „Premium“ und derzeit noch 82 Häusern unter der einheitlichen Dachmarke „Karstadt“ sowie 32 Sporthäusern wolle das Unternehmen in den jeweiligen Regionen eine führende Position im Handel einnehmen. Dabei schloss Middelhoff nicht aus, dass man sich im Laufe dieses Prozesses von weiteren Häusern trennen könne.

Im operativen Geschäft strebe man Renditen von bis zu zehn Prozent bei den Premium-Häusern an. Für die Karstadt-Häuser rechne man mit einer so genannten Ebitda-Marge vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen von acht Prozent. Mit der Stärkung von so genannten Eigenmarken wolle das Unternehmen dabei seine Erträge steigern. Ziel sei es, den Anteil der 53 Eigenmarken am Umsatz von derzeit 23 Prozent auf 50 Prozent mehr als zu verdoppeln.

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