Konzern will zurück zur 40 Stunden-Woche
Bahn setzt Beschäftigte unter Druck

Die Deutsche Bahn fordert von ihren Beschäftigten massive Zugeständnisse, ansonsten könne nicht weiter auf betriebsbedingte Kündigungen verzichtet werden. Die Regelarbeitszeit soll bei gleichem Geld von derzeit 38,5 auf 40 Stunden pro Woche erhöht werden.



HB BERLIN. „Der Faktor Personalkosten ist ein entscheidender Wettbewerbsfaktor“, begründete Personalvorstand Norbert Bensel die Forderung vor Journalisten in Berlin. Im Gegenzug sei der Konzern bereit, dass Ende 2004 auslaufende Beschäftigungsbündnis um vier Jahre zu verlängern. Zusätzlich zu einer Ausdehnung der Arbeitszeit um fast zwei Stunden will das Unternehmen so genannte unproduktive Zeiten wie Pausen weniger anrechnen, Zulagen kürzen und pauschalieren sowie feste Lohnbestandteile in variable Vergütungen umwandeln.



Darüber hinaus soll ein Arbeitszeitkorridor eingerichtet werden, bei dem je nach Bedarf die Arbeitszeit und das Entgelt um zehn Prozent verringert oder erhöht werden können. Wie viele der gut 240 000 Beschäftigten des Konzerns von einer Neuregelung betroffen wären, sei noch nicht geklärt. Auch stehe noch nicht fest, in welchem Umfang es zu Einkommenseinbußen kommen könnte. In den Verkehrssparten arbeiten mehr als die Hälfte der Bahnmitarbeiter. Darunter sind aber auch Beamte und Mitarbeiter der Betriebe mit Haustarifverträgen, für die eine Änderung nicht gelten würde.

Bensel zufolge liegt die durchschnittliche Arbeitszeit der Wettbewerber auf der Schiene fast sechs Prozent über der des Konzerns. Auch bei den Zulagen stehe die Konkurrenz deutlich besser da. Deshalb seien Anpassungen notwendig. Die monatlichen Grundentgelte würden nicht angetastet, versicherte der Vorstand.

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