Konzerngewinn gesteigert
Deutsche Post übertrifft Erwartungen

Die Deutsche Post wird im Gesamtjahr 2003 ein deutliches Gewinnplus erreichen. Das zeichnet sich nach den Geschäftszahlen für die ersten neun Monate ab, die der Konzern am Freitag in Bonn vorlegte.

HB DÜSSELDORF. Die Deutsche Post fährt die Ernte ihres vor einem Jahr begonnenen Sparprogramms Star ein. Im dritten Quartal konnte der Bonner Konzern auch durch Einsparungen den operativen Gewinn trotz der Anfang des Jahres wirksam gewordenen Portosenkung minimal steigern und übertraf damit leicht die Erwartungen der Analysten.

Das operative Ergebnis (Ebita) habe im dritten Quartal bei 570 (568) Mill. € gelegen, teilte die Post am Freitag in Bonn mit. Der Umsatz kletterte auf 9,7 (9,46) Mrd. € und lag damit ebenfalls über den Schätzungen der Experten. Von Reuters befragte Analysten hatten im Durchschnitt ein Ebita von 557 Mill. € und einen Umsatz von 9,6 Mrd. € erwartet.

Die Post bekräftigte erneut ihr Ziel, im Gesamtjahr ein Ebita „besser als 2,9 Mrd. €“ einzufahren. Ermöglichen soll dies auch das Sparprogramm Star. Im Jahr 2003 soll das Programm einen höheren Ergebnisbeitrag liefern als bislang erwartet. Dieser werde bei mindestens 400 Mill. € liegen. Zuvor war die Post von 350 Mill. € ausgegangen.

Insgesamt konnte die Post durch Star seit November 2002 nach eigenen Angaben bereits eine Ergebnisverbesserung von 339 Mill. € realisieren. Dies wurde unter anderem durch organisatorische Umstellungen bei DHL, eine weitere Konzentration der internationalen Rechenzentren und eine erfolgreiche Neustrukturierung des Konzerneinkaufs möglich. Die Post unterstrich erneut, dass der Konzern durch Ergebniszuwächse aus Star 2005 ein operatives Ergebnis von mindestens 3,6 Mrd. € erwartet. Postchef Klaus Zumwinkel ergänzte, dass der für kommendes Jahr geplante Börsengang der Postbank den Unternehmenswert des Konzerns „nachhaltig steigern wird“.

In den ersten neun Monaten 2003 konnte die Post nach eigenen Angaben den Umsatz leicht um 0,3 % auf 28,9 Mrd. € erhöhen. Der Konzerngewinn stieg im Vergleich zum Vorjahr, das durch die Beihilfeentscheidung der EU-Kommission massiv belastet worden war, sprunghaft auf 869 (392) Mill. € an. Das operative Ergebnis betrug in den ersten neun Monaten 2,039 (2,141) Mrd. € und spiegelte noch die Folgen der Portosenkung wider, die im dritten Quartal durch Star wettgemacht wurden. Im vierten Quartal, bei dem auch für die Post das Weihnachtsgeschäft zum Tragen kommt, wird der Konzern damit ein Ebita von rund 900 Mill. € erwirtschaften müssen, um sein Gewinnziel erreichen will. Analysten hatten bereits gesagt, sie erwarteten, dass dies gelingen werde.

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