Konzerngewinn hat sich fast verdoppelt
Internationalisierungsstrategie der Post trägt Früchte

Die Deutsche Post hat im zweiten Quartal Gewinn sowie Umsatz gesteigert und ihre Jahresprognose 2004 dank der Erträge aus dem Börsengang der Postbank angehoben. Das Betriebsergebnis (Ebita) soll nun zwischen 7,5 und 12,5 Prozent zulegen.

HB BONN. „Wir sind stolz auf unsere Ergebnissteigerung in diesem Jahr“, resümierte Konzernchef Klaus Zumwinkel am Freitag in Bonn. „Mit diesen Ergebnissen sind wir auf einem wirklich guten Weg, unser Konzernziel der Nummer Eins in der Logistik Ende 2005 zu erreichen.“ Der Konzern habe im zweiten Quartal - gestärkt durch einen Nettoertrag aus dem Börsengang der Postbank von 75 Mill. Euro - das Betriebsergebnis um 45,2 Prozent auf 752 Mill. Euro erhöht, gab Finanzchef Edgar Ernst bekannt. Damit lag der Konzern deutlich über den Erwartungen der Analysten, die einen Betriebsgewinn (Ebita) von 696 Millionen Euro erwartet hatten. Der Umsatz stieg in dem Zeitraum um 11,6 Prozent auf 10,5 Mrd. Euro. Der Konzerngewinn konnte den Angaben zufolge auf 280 Mill. Euro fast verdoppelt werden.

Die Börse honorierte die Zahlen und die Erhöhung der Gewinnprognose. Die Post-Aktie notierte bei gut 17 Euro und war mit einem Kursgewinn von über zwei Prozent am Morgen größter Gewinner im Leitindex Dax. Der Post-Experte der Landesbank Rheinland-Pfalz, Per-Ola Hellgren, sagte, der erhöhte Ausblick sei sogar „konservativ“, weil er nur auf dem Gewinn durch den Postbank- IPO beruhe. „Ich meine, dass da auch noch im operativen Bereich etwas drin ist“, betonte er. Equinet-Analyst Jochen Rothenbacher sprach von einem „exzellenten Ergebnis“.

Zum Ergebniszuwachs hätten alle Sparten beigetragen, hob Ernst hervor. Im Bereich Finanzdienstleistungen, der wesentlich von der Postbank getragen wird, habe das Ebita im Quartal auf 169 Mill. von 112 Mill. Euro vor Jahresfrist zugelegt. Rasantes Wachstum konnte zudem die Sparte „Express“ melden; aber auch der Bereich „Brief“ verkraftet durch Einsparungen und einen Zuwachs von Werbesendungen die Portosenkung aus dem vergangenen Jahr immer besser. Hier legte das Betriebsergebnis 15,1 Prozent auf 419 Mill. Euro zu. „Wir fühlen uns heute gut gerüstet für den stärkeren Wettbewerb und die weitere Marktöffnung in Europa, die wir konsequent nutzen wollen“, sagte Zumwinkel.

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