Konzernsprecher: Lediglich "Gesprächsangebot"
Karstadt fordert Zugeständnisse von Lieferanten

HB BERLIN. Der angeschlagene Handelskonzern KarstadtQuelle verlangt auch von seinen Lieferanten, sich an der Sanierung zu beteiligen. Vorstandschef Christoph Achenbach hat in einem Schreiben an Geschäftspartner finanzielle Zugeständnisse gefordert, wie die «Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung» (NRZ) und der Branchendienst «markt intern» am Samstag übereinstimmend berichteten.

In dem Schreiben forderte Achenbach die Lieferanten auf, sich «mit einem deutlichen Beitrag» an dem Solidarpakt zu beteiligen, den Mitarbeiter, Aktionäre und Management eingegangen seien. Der Brief sei Ende Februar bis Mitte März verschickt worden, berichtete die «NRZ» unter Berufung auf Konzernsprecher Jörg Howe.

Es handele sich lediglich um ein «Gesprächsangebot» mit Blick auf bevorstehende Verhandlungen über geschäftliche Konditionen, sagte Howe demnach. Der Brief beinhalte «keine prozentuale Forderung» über die Höhe eines angepeilten Nachlasses.

Der Sprecher sagte weiter, er sehe wettbewerbs- und kartellrechtlich «kein Problem» durch das Schreiben. Lieferanten des Unternehmens sehen das offenbar anders: Wirtschaftsverbände der Konsumgüter-Industrie haben nach Branchenangaben bereits die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs in Bad Homburg eingeschaltet.

Am Freitag hatte KarstadtQuelle den angekündigten Verkauf der Logistik-Sparte an die Deutsche Post perfekt gemacht. Die Verträge wurden unterzeichnet – damit übernimmt die Post-Tochter DHL Solutions zum 1. April die Warenhauslogistik sowie die Groß- und Stückgutlogistik einschließlich der Mitarbeiter.

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