Kooperation in der Fotobranche
Hasselblad vertraut auf chinesische Drohnen

Der renommierte schwedische Kamerahersteller Hasselblad sichert seine Zukunft. Der chinesische Technologiespezialist für Luftaufnahmen DJI steigt bei der schwedischen Ikone der Kamerabranche ein.

DüsseldorfNeil Armstrong und Edwin Aldrin machten sie berühmt. Die beiden Astronauten, die als erste 1969 auf dem Mond spazieren gingen, fotografierten den blauen Planeten mit einer Hasselblad. Die Kamera wurde durch ihre eckige Form, ihr großes Objektiv und vor allem ihren aufklappbaren Sucher am Kopf berühmt. Viele Werbe- und andere Profifotografen schätzten die teuren Kameras und ihre gestochen scharfen Bilder.

Jetzt haben auch die Chinesen ihr Faible für die berühmte Marke aus Schweden entdeckt. Der DJI-Konzern aus Shenzen beteiligt sich an dem Kamerahersteller mit einem Minderheitsanteil. Beide Unternehmen sprechen von einer strategischen Partnerschaft. Hasselblad-Chef Perry Oosting hofft, „unsere technische Expertise noch besser abzustimmen für zukünftige Innovationen“.

Wie die Kooperation genau aussehen wird, lassen die beiden Unternehmen aber noch offen. Sie dürften vor allem im Bereich Forschung und Entwicklung zusammenarbeiten. Denn DJI ist die Nummer eins weltweit im Bereich der hochqualitativen Luftbildfotografie. Das erst 2006 gegründete chinesische Unternehmen baut zum Beispiel ferngesteuerte Drohnen, um Landschaften aus der Luft zu fotografieren.

Die Technik wird sowohl in der Brandbekämpfung als auch in der Land- oder Bauwirtschaft eingesetzt. Hasselblad hat in den vergangenen Jahren nach eigenen Angaben stark in die Luftbildfotografie investiert.

Doch Hasselblad-Fans brauchen keine Angst zu haben, dass sich das schwedische Unternehmen aus seinem klassischen Kamerageschäft zurückziehen wird. Hasselblad und DJI würden sich weiterhin strategisch auf ihre jeweiligen Wachstumsmärkte konzentrieren. So würden die Kameras und Objektive auch künftig von Hand in Schweden gefertigt und nicht etwa in einem chinesischen Werk, beruhigt das Unternehmen seine anspruchsvolle Kundschaft.

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Hasselblad vertraut auf chinesische Drohnen

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Harte Zeiten auch für die Konkurrenz

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