Kooperationsgeschäft verdoppeln
Allianz umwirbt Autohäuser

Die Allianz will ihr Kooperationsgeschäft mit Autoherstellern und -häusern in den nächsten sieben Jahren verdoppeln. Das Autohaus ist für die Münchener der ideale Ort für den Verkauf von Versicherungen für Neuwagen. Denn durch die Versicherung quasi ab Band sind die Fahrzeuge für die Konkurrenz unerreichbar.

LEIPZIG. Die Allianz greift in der Autoversicherung jetzt auch international an. „Wir wollen das Kooperationsgeschäft mit Autoherstellern und -häusern in den nächsten fünf bis sieben Jahren im Konzern verdoppeln“, sagte Karl-Walter Gutberlet, Vorstand der Allianz Versicherungs-AG dem Handelsblatt Ende der Woche anlässlich der Leipziger Automobilmesse. Außerdem verhandelt er derzeit mit Werkstätten, um Verrechnungssätze für bestimmte Standard-Reparaturen zu vereinbaren. Das soll die Abwicklung in 80 Prozent der Fälle so vereinfachen, dass Rechnungskontrollen überflüssig werden.

Derzeit bekommt der globale Versicherungsriese weltweit rund zehn Prozent seiner Beiträge in der Autoversicherung über den Verkauf im Autohaus. Das sind knapp zwei Mrd. Euro. Intern wird diese Vertriebsschiene Automotive genannt. In Deutschland liegt der Anteil von Automotive mit 22 Prozent schon da, wo er international hin soll. Größter Partner des Münchener Versicherers ist Volkswagen. Insgesamt arbeitet der deutsche Marktführer mit zwölf Herstellern und 24 Automarken zusammen, wie Audi, Peugeot, Opel, Daihatsu. „Auf unsere Partner entfallen zwei Drittel aller Neuzulassungen“, freut sich Roman Blaser, bei der Allianz in Deutschland für Autoversicherungen zuständig.

Das Autohaus ist für die Münchener der ideale Ort für den Verkauf von Versicherungen für Neuwagen. Damit sind diese Fahrzeuge quasi ab Band versichert und damit für die Konkurrenz unerreichbar.

Die Branche schätzt, dass ein knappes Drittel aller PKW in Deutschland auf diese Weise gar nicht erst auf dem freien Versicherungsmarkt landet. Neben dem Marktführer kooperieren vor allem Zurich und Nürnberger Versicherung mit der Autoindustrie. Die Kfz-Versicherung ist mit Einnahmen von gut 20 Mrd. Euro der drittwichtigste Zweig der Branche. Die Nachfrage stagniert jedoch. Deshalb tobt ein heftiger Wettbewerb. Prämien und Gewinne sinken.

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