Korn als Trendgetränk Das nächste große Ding nach Gin?

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Korn ist vielseitig
Diese Firmen füllen Deutschland ab
Platz 15: Hardenberg-Wilthen
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Mit Korn hat alles angefangen. Die Geschichte von Hardenberg-Wilthen geht bis ins Jahr 1700 zurück. Damals hieß das Unternehmen „Kornbrennerei Hardenberg“. In der heutigen Form wurde der Spirituosenkonzern im Jahre 1998 gegründet. Neben dem Korn verkauft Hardenberg-Wilthen unter anderem auch den Likor „Original Danziger Goldwasser“ und den Weinbrand „Wilthener“.

Umsatz (2014): 87,4 Millionen Euro

Platz 14: Brown-Forman Deutschland
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1996 ist Brown-Forman in den deutschen Markt eingestiegen. Zum Produktsortiment zählen die Whiskeys „Jack Daniel's“ und „Southern Comfort“, die Vodka-Marke „Finlandia“ und die Tequila-Marke „El Jimador“. In Deutschland beschäftigt der Konzern 100 Mitarbeiter. Weltweit arbeiten 4100 Menschen für Brown-Forman.

Umsatz (2014): 107,4 Millionen Euro

Platz 13: Beam Deutschland
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Zu den Klassikern von Beam Deutschland gehört der Bourbon „Jim Beam“ in all seinen Variationen. Das Portfolio des Unternehmens Beam Suntory beinhaltet unter anderem auch die Whiskeys „Maker's Mark“ und „Canadian Club“. Im vergangenen Jahr belief sich de Deutschland-Umsatz auf über 118 Millionen Euro.

Umsatz (2014): 118,7 Millionen Euro

Platz 12: Berentzen
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Der Apfelkorn von Berentzen ist das wohl bekannteste Produkt des Unternehmens. Trotz des bekannten Produkts steckte Berentzen 2008 in einer tiefen Krise. Nachdem sich die Eigentümerfamilie zurückgezogen haben, entstand im Geschäftsjahr 2008 ein Verlust von rund 22,5 Millionen Euro. Mittlerweile ist Berentzen aus dem Gröbsten wieder raus.

Umsatz (2014): 153,4 Millionen Euro

Platz 11: Diversa
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Über 160 Millionen Euro setzt der Spirituosenkonzern Diversa in Deutschland um. Der Cognac Remy Martin gehört zu den Premiumprodukten des Unternehmens. Auf der Homepage von Diversa wird er für seine verführerische Note reifer Sommerfrüchte gelobt.

Umsatz (2014): 163,5 Millionen Euro

Platz 10: Rola
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Im oberschlesischen Beuthen gegründet und nach den Zweiten Weltkrieg in Rottenburg an der Laaber neu aufgebaut, produziert Rola jährlich 50 Millionen Flaschen für Discounter in Deutschland. Größter Abnehmer der Spirituosen ist Aldi.

Umsatz (2014): 173,6 Millionen Euro

Platz 9: Semper idem Underberg
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Semper idem Underberg generiert mit gerade einmal 164 Mitarbeitern einen Umsatz von über 180 Millionen Euro. Bekanntgeworden ist das Unternehmen mit seinem gleichnamigen Magenbitter „Underberg“. Im Lauf der Zeit wurden neue Spirituosen hergestellt und zahlreiche Konkurrenten aufgekauft. 1972 erwarb Underberg das Unternehmen Gürtler sowie die Sektkellerei Schlumberger. Hinter den Produkten „Metaxa“, „Moskovskaya“ und „Pitu“ verbirgt sich ebenfalls Underberg.

Umsatz (2014): 181,1 Millionen Euro

Zurzeit ist der Korn für die drei Quereinsteiger eher ein Hobby neben ihren Vollzeit-Jobs. Vom Gewinn bleibt bisher noch nichts hängen. „Das Geld, das wir verdienen, wird sofort wieder investiert“, sagt Dallmeyer. Zum Beispiel in einen neuen Stahltank oder einen neuen Internetauftritt.

Wenn es so weitergehe, könne sich die Schnapsidee jedoch im nächsten Jahr tatsächlich zum Geschäft entwickeln, meint Dallmeyer. Ein Korn, der sich vom Standard-Schnaps abhebt, hat der Feinbrennerei Sasse aus dem Münsterland vor vielen Jahren die Existenz gesichert. In den 80er Jahren stand der Betrieb in Schöppingen wie viele andere vor dem Aus und musste auch zeitweise schließen.

Doch dann baute Rüdiger Sasse diesen mit einer neuen Idee komplett um: „Wir müssen den Korn so gut machen wie einen richtig guten Grappa.“ Mehrere Jahre lagert der Korn bei Sasse in Fässern. Die Preise für den Lagerkorn reichen von 20 Euro pro Flasche bis zu 350 Euro für den 15 Jahre gereiften „Bordeaux-Finish“. Im Gegensatz zu anderen Spirituosen hat Korn einen entscheidenden Vorteil. „Was Korn als einziger hat, ist diese große Flexibilität“, sagt Sasse.

„Man kann ihn mild machen wie einen Wodka oder aromatisch wie einen Whisky.“ Drei Mitarbeiter hatte die Brennerei Ende der 1990er Jahre, als Sasse mit seinem Vater zusammen auf das Geschäft mit Lagerkorn umstieg. Heute sind es 33 Mitarbeiter. 100.000 Flaschen hochwertigen Korn verkauft Sasse jährlich. Zu seinen Kunden gehörten vor allem Genießer mit einer gut sortierten Spirituosen-Bar, sagt Sasse.

Und junge Menschen, die sich für natürliche, handgemachte Produkte interessierten. Auf diese zielt neuerdings auch der Getränkehersteller Berentzen, der eigenen Angaben nach Deutschlands größter Anbieter von Markenkorn ist. Am Stammsitz im emsländischen Haselünne eröffnete der Konzern gerade eine kleine Destille, in der ein Meisterdestillateur kleine Chargen eines Premium-Doppelkorns herstellen soll.

„Wir sehen den Crafted-Korn absolut als aufkeimenden Trend“, sagt Vorstand Oliver Schwegmann. „Die Menschen wollen neue Geschmackserlebnisse und sie möchten Handarbeit. „Wird also Korn nach Whisky und Gin das nächste große Ding in der Bar-Szene? Peter Pilz vom Verband Deutscher Kornbrenner ist da skeptisch. „Ein Massenmarkt ist das nicht. Ich glaube nicht, dass der Korn ein Revival erlebt.“

Die Feinbrennerei Sasse bietet regelmäßig Kurse in der Destillationskunst an. Sie heißen „Make your own gin“ und „Make your own whisky“. Einen Verweis auf Korn sucht man vergebens. „Dann würde keiner kommen“, gesteht Rüdiger Sasse. „Wir versuchen die Leute beim Gin abzuholen, und dann gehen die meist mit mehreren Flaschen Lagerkorn heim.“

Nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung trinken die Deutschen durchschnittlich 5,5 Liter Spirituosen pro Jahr. Die Experten warnen vor zu einem großen Alkohol-Konsum. Besonders Jugendliche seien gefährdet, da ihr Gehirn noch heranreife.

  • dpa
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