Korruptions-Vorwurf
Anklage gegen ehmaligen Ikea-Bauleiter

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat Anklage gegen einen früheren Bauleiter des schwedischen Möbelhauses Ikea erhoben. Dem 50-Jährigen wird gewerbsmäßiger Bestechlichkeit vorgeworfen. Der Gesamtschaden lage immerhin bei 1,4 Millionen Euro.

HB FRANKFURT. Wie Staatsanwalt Michael Loer am Freitag mitteilte, muss sich der 50 Jahre alte Angeschuldigte im kommenden Jahr vor dem Landgericht Frankfurt verantworten. Die Anklage legt ihm zur Last, zwischen 2002 und 2005 von zwei Firmen für die Erteilung von Aufträgen Geld- und Sachleistungen im Gesamtwert von rund 700 000 Euro entgegengenommen zu haben.

Im Gegenzug stellten die beiden Baufirmen dem Möbelkonzern überhöhte Rechnungen, so dass sich laut Anklage ein Gesamtschaden von rund 1,4 Millionen Euro ergab. Eine Düsseldorfer Firma habe dem Bauleiter neben dem kompletten Um- und Ausbau seines Hauses sogar noch ein Designer-Sofa und eine aufwendige Stereo-Anlage finanziert. Die Staatsanwaltschaft errechnete allein aus diesem Komplex rund 514 000 Euro Schmiergeld.

Der Bauleiter hat die Vorwürfe laut Staatsanwaltschaft im Wesentlichen eingeräumt. Er war 2005 festgenommen worden und hatte zwei Monate in Untersuchungshaft verbracht. Insgesamt ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Bestechlichkeit gegen neun Ikea-Mitarbeiter und 55 Angehörige anderer Unternehmen. Der Hauptbeschuldigte unter den Ikea-Beschäftigten hatte sich nach seiner Verhaftung erhängt.

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