Kosmetik-Konzern
Bieterkampf um Avon

Um den angeschlagenen Kosmetik-Konzern scheint es einen Bieterkampf zu geben: Ein ehemaliger Großaktionär will Berichten zufolge wieder einsteigen. Das Avon-Geschäftsmodell funktioniert schon länger nicht mehr.
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Um den Kosmetikkonzern Avon scheint ein Bieterkampf zu entbrennen. Die Investmentfirma Richmont Holdings bereitet einem Magazinbericht zufolge ein Gebot für das angeschlagene US-Unternehmen vor. Wie „Fortune“ am Mittwoch meldete, will der frühere Avon-Großaktionär seinen Hut in den Ring werfen.

Avon hatte erst Anfang des Monats eine Offerte des New Yorker Rivalen Coty in Höhe von zehn Milliarden Dollar zurückgewiesen. Coty wird von der deutschen Milliardärsfamilie Reimann kontrolliert. Richmont wie auch Avon wollten sich zunächst nicht zu dem Bericht äußern. Die Avon-Aktie legte an der Wall Street zwei Prozent zu und damit mehr als der Markt

Richmont-Chairman John Rochon ist kein Unbekannter bei Avon. Rochon hatte laut dem Magazinbericht in den späten 80er Jahren erfolglos versucht, den für sein weltweites Vertriebsnetz aus Avon-Beraterinnen bekannten Konzern zu übernehmen. Damals war Rochon Chef beim Konkurrenten Mary Kay. Avon kämpft mit sinkenden Absatzzahlen in den USA, Brasilien und Russland.

Die Kommissionen an das Heer von Beraterinnen belasten den Gewinn. Zudem setzt dem Unternehmen in den USA eine Schmiergeldaffäre zu. Um das Ruder rumzureißen, engagierte Avon am Montag die hochrangige Managerin des US-Mischkonzerns Johnson & Johnson, Sherilyn McCoy, für den Chefposten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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