Kosmetikkonzern: L'Oréal-Chef stellt Wachstum in Aussicht

Kosmetikkonzern
L'Oréal-Chef stellt Wachstum in Aussicht

L'Oréal hat die Spekulationen über einen Rückkauf des Nestlé-Anteil weiter angeheizt: Die finanziellen Mittel seien da, so Firmenchef Agon. Noch eine andere Aussage kurbelt die Fantasie der Börsenhändler an.
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ParisÄußerungen von L'Oreal-Chef Jean-Paul Agon haben die Spekulationen über einen Ausstieg des Schweizer Lebensmittelkonzerns Nestle aus dem französischen Kosmetikkonzern neu angeheizt. L'Oreal verfüge über die finanziellen Mittel, um Nestles knapp 30-prozentige Beteiligung zurückzukaufen, bekräftigte Agon in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview der Zeitung „Le Monde“. Das Paket ist rund 22 Milliarden Euro wert.

Agon sagte zudem, dass die von Nestle zurückgekauften Aktien eingezogen werden könnten. Das würde den Gewinn je Aktie nach oben treiben. Für das laufende Jahr stellte er ein Wachstum des Konzerns in Aussicht, das um 50 Prozent über dem des Kosmetikmarkts liegen werde. Die Aussagen des L'Oréal-Chefs verhalfen den Aktien zu einem Plus von 3,5 Prozent auf 126,85 Euro.

Die Nestle-Titel stiegen in Zürich um 1,4 Prozent auf 67,55 Franken und stützten dank ihres hohen Marktgewichts die Schweizer Börse maßgeblich. Die Anleger setzen darauf, dass der Konzern das Geld aus einem L'Oreal-Verkauf an die Aktionäre zurückgibt. „Da kommt doch gleich wieder etwas Fantasie auf“, sagte ein Börsenhändler in Zürich.

Spekulationen, dass sich die Schweizer von ihrer Beteiligung an L'Oreal trennen wollen, gibt es immer wieder. Im April läuft ein gegenseitiges Vorkaufsrecht zwischen Nestle und der Industriellenfamilie Bettencourt aus, die ebenfalls 30 Prozent an L'Oreal hält. „Da sind alle Optionen offen“, hatte Nestle-Chef Paul Bulcke zuletzt im Oktober zum Thema L'Oreal gesagt. Damals hatte er eine Schlankheitskur des Konzerns eingeleitet mit dem Ziel, das Wachstum anzukurbeln. Im November verkaufte Nestle den größten Teil der kriselnden Diätsparte Jenny Craig, im Dezember trennte sich der Konzern von seiner Beteiligung am Schweizer Aroma- und Riechstoffhersteller Givaudan.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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