Kosteneinsparung
Sainsbury's will 1000 Stellen streichen

Die meisten Arbeitsplätze fallen wohl in der Verwaltung weg. Grund sind Einsparungen von mehr als 500 Millionen Pfund. Besonders die deutschen Discounter setzen der Supermarktkette immer stärker zu.
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LondonGroßbritanniens zweitgrößte Supermarktkette Sainsbury's erwägt einem Zeitungsbericht zufolge den Abbau von 1000 Stellen. Dabei handele es sich um Arbeitsplätze in der Verwaltung, die im Rahmen von Kosteneinsparungen von 500 Millionen Pfund wegfallen sollten, berichtete der Sunday Telegraph. Konkrete Pläne sollten im kommenden Monat bekanntgegeben werden. Ein Sprecher des Unternehmens erklärte, er äußere sich nicht über Spekulationen zu Streichungen. Sainsbury's hatte erst im März angekündigt, 400 Angestellte im Verkauf zu entlassen.

Die britischen Supermärkte stehen unter Druck, der Konkurrenz deutscher Discounter wie Aldi und Lidl zu trotzen. Auch der Branchenprimus Tesco hatte im Juni erklärt, 1200 Stellen in der Verwaltung streichen zu wollen.

Verbraucher gehen auch wegen der steigenden Inflation - die an der Kaufkraft nagt - häufiger zum Discounter. Die Teuerungsrate ist zuletzt gestiegen, da das schwächelnde Pfund Importe verteuert. Es hat seit dem Brexit-Votum vor einem Jahr etwa ein Fünftel an Wert zum Dollar verloren.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Die Billig-Ketten wie Aldi und Lidl haben In Deutschland ihre Wachstumsgrenzen erreicht, zwar sind noch kleine Steigerungen möglich, werden aber den Markt nicht signifikant verändern. Die Stringenz zu expandieren ist eine logische Folgerung davon. Es wird aber nicht berücksichtigt, dass die Marktorientierung ein Angebot an Waren nicht ersetzt, wie Sainsburry sie hat. Die Ketten müssen sich auf andere Bedingungen einstellen. Optisch sind sie meist wie bei uns, teilweise aber hochwertiger, moderner und durch die Anordnung der Waren nicht so kühl. Das Angebot an Waren ist erheblich höher als in Deutschland. Es gibt Sainsburry aber nicht an jeder Ecke, wie Discounter bei uns. Aldi und Lidl gehen nach den Statistiken der letzten Jahre vor: Der fortschreitende Wertabbau von Sainsburry. Die Aldi & Lidl Expansion ist aber kein Selbstgänger zum Erfolg.

    Die Gesamtdividende von Sainsburry für das Jahr 2015/16 ist bei 12,1 Pence (ca. 15,3 Eurocent). Im Vergleich zum Vorjahr (13,2 Pence) ist dies eine Reduzierung um 8,3 Prozent. Somit wird die Schlussdividende um 1,2 Prozent gekürzt. In den Jahren davor, war die Entwicklung auch so, nur nicht in dem Maaße. Das sollte aber nicht als ausschlaggebender Faktor für die Discounter-Expansion aus Deutschland sein. Oder doch? Die Marktanalysen des Rückgangs sind ja kein historischer Werdegang. Mir persönlich wäre ein gut sortierter Supermarkt mit einer schönen Ambiente lieber, als die Discounter Atmosphäre der bekannten Supermärkte - auch wenn die Grundausrichtung natürlich die gleiche ist. Die Preise sind ein bischen höher als bei uns, entsprechen aber noch den Marktbedingungen. Der Durchschnittsbürger kann ja nicht für das tägliche Leben in exklusiven Geschäften den tägliche Bedarf decken.

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