Krankenhausbetreiber
Rhön Klinikum plant Übernahmen

Die Krankenhauskette Rhön Klinikum will für eine Milliarde Euro auf Einkaufstour gehen. Dabei schielt das Unternehmen unter anderem auf öffentliche Krankenhäuser, die aufgrund von Geldnot der Betreiber privatisiert werden müssen.

Rhön

-Klinikum will eine Milliarde Euro für Übernahmen ausgeben=

HB FRANKFURT. Der Krankenhausbetreiber Rhön-Klinikum will bei seiner geplanten Einkaufstour rund eine Milliarde Euro ausgeben. "Wir finanzieren unsere Zukäufe in der Regel rund zur Hälfte mit Eigen- und Fremdkapital. Wir gehen davon aus, dass wir nach der Kapitalerhöhung rund eine Milliarde Euro mobilisieren können", sagte Vorstandschef Wolfgang Pföhler der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS). Das Geld solle ausschließlich zur Finanzierung von Wachstum eingesetzt werden.

Das im MDax notierte Unternehmen hatte kürzlich angekündigt, rund 500 Mio. Euro über eine Kapitalerhöhung einsammeln zu wollen. Pföhler rechnet damit, dass bald zahlreiche Krankenhäuser zum Verkauf stehen. Jede dritte Klink brauche zusätzliches Geld, die Kommunen könnten dies aber nicht finanzieren. "Die Bereitschaft der öffentlichen Hand zu Privatisierungen wird wieder steigen", sagte er. Diese Lehre habe man aus der letzten Rezession gezogen, als Rhön-Klinikum fast 20 Krankenhäuser für insgesamt 960 Mio. Euro übernommen habe.

Zugleich bekräftigte der Manager die Prognosen für 2009. Demnach soll der Nettogewinn auf 125 bis 135 (2008: 122,6) Mio. Euro steigen; der Umsatz soll um knapp zehn Prozent auf 2,3 Mrd. Euro wachsen.

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