Kreditkarten-Anbieter
Mastercard bleibt hinter den Erwartungen zurück

Gewinn gesteigert, Erwartungen dennoch enttäuscht: So lässt sich der Quartalsbericht von Mastercard zusammenfassen. Der Kreditkarten-Anbieter wächst nicht so schnell wie erwartet.
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PurchaseDas Bezahlen mit Karte füllt Mastercard die Kasse. Angesichts einer ungebremsten Kauflust seiner Kunden hat der Kreditkarten-Anbieter im zweiten Quartal seinen Gewinn hochschrauben können. Unterm Strich blieben 700 Millionen Dollar übrig (569 Millionen Euro) - das waren 15 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Mastercard hat die Umsatzerwartungen der Wall Street im Frühjahrsquartal verfehlt. Die Erlöse stiegen um neun Prozent auf 1,82 Milliarden Dollar. Von Thomson Reuters befragte Analysten waren im Schnitt von 1,87 Milliarden Dollar ausgegangen.

Der weltweite Umsatz mit Kreditkarten stieg so langsam wie seit über zwei Jahren nicht mehr. Von einer ähnlichen Entwicklung hatte schon der Konkurrent American Express im Juli berichtet. Mastercard-Investoren zeigten sich enttäuscht: Die Aktie fiel in New York um zwei Prozent.

Trotz anhaltender wirtschaftlicher Unsicherheiten seien die Zahlungsvolumen in allen Regionen gestiegen, erklärte Konzernchef Ajay Banga am Mittwoch. Die Erträge - die gesamten Einnahmen der Firma - kletterten dadurch um neun Prozent auf 1,8 Milliarden Dollar.

Anders als der größere Rivale Visa hatte Mastercard zudem schon vor einem halben Jahr Rückstellungen für einen schwelenden Streit mit US-Händlern gebildet, so dass das Ergebnis dadurch nun kaum belastet wurde. Visa indes war zuletzt tief in die roten Zahlen gerutscht.

Die Einzelhändler hatten sich über zu hohe Gebühren für den Einsatz von Kreditkarten beschwert und den Finanzfirmen Mauscheleien vorgeworfen. Schließlich einigten sich Visa, Mastercard und mehrere Banken mit den Händlern auf einen 7,25 Milliarden Dollar schweren Vergleich, durch den Entschädigungen fließen sollen. Visa nahm mit mehr als vier Milliarden Dollar die größte Bürde auf sich, auf Mastercard entfielen 790 Millionen Dollar.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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