Kreditklemme
Euro Disney rutscht tiefer in die Verlustzone

Der hoch verschuldete französische Freizeitpark-Betreiber Euro Disney hat seine Verluste in der ersten Hälfte des bis September laufenden Geschäftsjahres ausgeweitet.

HB PARIS. Dem Pariser Disneyland droht zum Juni die Zahlungsunfähigkeit, wenn in den Verhandlungen mit den Banken keine Lösung gefunden wird. Die Liquidität reiche bis zum 31. Mai 2004 aus, teilte der Betreiber Eurodisney SCA am Donnerstag in Paris mit. Dann laufe die Verlängerung des Moratoriums mit den Banken und der Walt Disney Company aus. „Wenn bis zum Ende dieser Frist keine Lösung gefunden wird, wäre die Gruppe also nicht mehr in der Lage, die Gesamtheit ihrer mit dem Schuldendienst verbundenen Verpflichtungen zu erfüllen.“

Im dem Ende März abgelaufenen ersten Geschäftshalbjahr 2004 stieg der Fehlbetrag von Eurodisney auf 108,9 Mill. € von 82,7 Mill. ein Jahr zuvor. Bei gleicher Rechnungslegung hätte der Fehlbetrag vor Jahresfrist auch schon 95,9 Mill. € betragen. Der ausgewiesene Betriebsverlust kletterte von 82,2 auf 109,2 Mill. €. Der Umsatz lag mit 473,8 Mill. € geringfügig höher als ein Jahr zuvor, wobei der Rückgang im Hotelgeschäft von einem Zuwachs in den Themenparks um 6 % aufgefangen wurde. Eurodisney-Chef André Lacroix wertete diesen Zuwachs als ermutigendes Zeichen und Beleg für den Erfolg der Innovationsstrategie.

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