Kreditverhandlungen verzögern sich
Swiss offenbar mit Millionenverlust

Der Schweizer Fluglinie Swiss droht nach einem Zeitungsbericht eine Liquiditätskrise. Das Unternehmen hat offenbar in den ersten neun Monaten des Jahres einen dreistelligen Millionenverlust eingeflogen.

HB BERLIN. Die Schweizer Fluggesellschaft Swiss soll in den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres einen Verlust von 391 Millionen Euro erwirtschaftet haben. Dies berichtete die Zürcher «SonntagsZeitung» unter Berufung auf gut informierte Kreise. Ein Swiss-Sprecher wollte zu dem Bericht nicht Stellung nehmen. Die Rechnung müsse vor der Publikation vom Verwaltungsrat genehmigt werden und werde Anfang kommender Woche publiziert, sagte er lediglich.

Dem Bericht nach droht der Swiss eine Liquiditätskrise, falls sie nicht den seit längerem gesuchten Betriebskredit erhalte. Der Zürcher «Tages-Anzeiger» hatte bereits am Samstag berichtet, die Verhandlungen mit den Banken über den Kredit verzögerten sich aus verschiedenen Gründen. Die Fluggesellschaft sei aber zuversichtlich, dass die Verhandlungen mit den Banken und allfälligen weiteren Finanzierungspartnern erfolgreich abgeschlossen werden können, hatte das Blatt einen Sprecher zitiert.

Swiss hatte im September den Beitritt zur Luftfahrt-Allianz Oneworld um British Airways bekannt gegeben. Die Lufthansa, die mit dem Unternehmen ebenfalls über eine Zusammenarbeit verhandelt hatte, ging leer aus. Die deutsche Fluggesellschaft gehört zum konkurrierenden Airline-Bündnis Star Alliance.

Swiss war Ende 2001 aus der bankrotten Swissair hervorgegangen. Das Unternehmen hat seine finanziellen Schwierigkeiten angesichts des Einbruchs im weltweiten Luftverkehr nach den Anschlägen vom 11. September 2001 und der weltweiten Konjunkturschwäche seit dem aber nicht in den Griff bekommen.

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