Kreuzschifffahrt
TUI meldet Fusion bei Kartellamt

TUI will mit der weltgrößten touristischen Reederei ein Gemeinschaftsunternehmen gründen. Nun prüft das Bundeskartellamt das Vorhaben.

HB FRANKFURT. Der Reisekonzern TUI hat seine Fusionspläne in der Kreuzschifffahrt beim Bundeskartellamt angemeldet. TUI wolle wie im Dezember angekündigt mit der weltgrößten touristischen Reederei Carnival ein Gemeinschaftsunternehmen gründen, teilte das Unternehmen am Freitag in Hannover mit. Partner werde die italienische Carnival-Tochter Costa Crociere. Die Beteiligung an dem Gemeinschaftsunternehmen kostet nach früheren Angaben des Konzerns insgesamt 300 Millionen Euro.

Der Konzern werde wie geplant mit fünf Prozent in das Gemeinschaftsunternehmen einsteigen und bis 2010 auf 25 Prozent aufstocken.Ein Name für das neue Unternehmen stehe noch nicht fest.

Der Reisekonzern plant eine eigene Kreuzfahrtmarke „TUI Cruises“ mit eigenen Schiffen für ein breiteres Publikum, als es die Traditionsmarke Hapag-Lloyd-Kreuzfahrten hat. Aus dem Auftragsvolumen von Carnival bei der Meyer-Werft in Papenburg soll TUI bis 2010 ein Schiff mit 3000 Betten erhalten.

TUI wird künftig eng mit der deutschen Costa-Tochter Aida kooperieren, die in den vergangenen Jahren Familien und jüngere Pauschalurlauber als Kunden gewonnen und Hapag-Lloyd in Deutschland auf den zweiten Rang verdrängt hat.

Das Kartellamt muss nun prüfen, ob aus dem Zusammenschluss möglicherweise negative Folgen für den Wettbewerb bei Kreuzfahrten in Deutschland entstehen.

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