Krim
McDonald's boykottiert, Burger King kommt

Nach dem Rückzug von McDonald's schien es, als müssten die Krim-Bewohner künftig auf Burger und Chicken Nuggets verzichten. Doch so wird es wohl nicht kommen. Rettung naht – von McDonald's größtem Konkurrenten.
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DüsseldorfDie Bewohner der Krim müssen offenbar doch nicht auf Burger verzichten. Zwar hat McDonald's vor wenigen Tagen bekannt gegeben, seine Filialen auf der Halbinsel zu schließen. Doch die Rettung naht – in Form von McDonald's größtem Konkurrenten: Burger King will künftig sein Fast Food auf der Krim verkaufen. Das sagte Dmitry Medoviy, der Russland-Chef der US-Kette, der russischen Nachrichtenagentur Itar-Tass.

„Wir planen, unsere Dienste künftig auf der Krim anzubieten“, so Medoviy. Er könne aber noch nicht sagen, wann dies geschehen und wie viele Filialen Burger King dort eröffnen werde. Bisher hat die zweitgrößte Fast-Food-Kette der Welt keine Ableger auf der von Russland annektierten Halbinsel.

McDonald's hatte Anfang April beschlossen, seine Filialen in den Krim-Städten Sewastopol, Simferopol und Jalta vorübergehend zu schließen. Als Grund gab der Burger-Primus „Betriebsbedingungen außerhalb unserer Kontrolle“ an. Den Mitarbeitern wurde angeboten, in anderen Filialen in der Ukraine zu arbeiten. Die Meldung folgte kurz nach der russischen Vereinnahmung der Krim und darf wohl auch als kleiner Boykott der neuen Führung verstanden werden.

Burger King könnte die entstandene Fast-Food-Lücke nun füllen. Die Frage ist nur, wann. Bisher ist die Ankündigung des US-Unternehmens noch äußerst unkonkret. Es könnte sein, dass Burger King abwartet, bis sich die Lage auf der Krim beruhigt hat. Ähnlich wie Konkurrent McDonald's.

Lisa Hegemann
Lisa Hegemann
Handelsblatt Online / Freie Mitarbeiterin

Kommentare zu " Krim: McDonald's boykottiert, Burger King kommt"

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  • Dieser ganze Fast-Food-Dreck, bei den es sich keinesfalls um Lebensmittel, sondern nur um krankmachende Füllstoffe handelt, dient doch nur dazu, den Leuten das Geld aus den Taschen zu ziehen, ihnen die Hirne zu zermartern und nebenbei die Patienten von Morgen zu schaffen, damit die Kaufleute in Weiß und die Pharmamafia auch künftig Vollbeschäftigung haben.

  • Putin, das Genie.
    Hat mal so nebenbei und ganz ohne Blutvergiessen die Meckes Buben vetrieben und dafür nun die Bürger Könige mit den wirklich gegrillten Patties auf die Krim gelockt.

    Der Mann weiss, was besser schmeckt ... "Burger King, my way" ;-)

  • Am Ende siegt immer die Firman mit dem größeren Sachverstand. Im mittleren Zeitraum wird eh Russland zu EU gehören. Wer will dann noch wissen wo die "Kreis-Grenze" langgeht.

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