Krise im US-Luftverkehr
US-Fluglinien nahe der Ohnmacht

Die Hiobsbotschaften vom US-Flugmarkt überschlagen sich: Kurssturz bei United Airlines, hohe Verluste bei Delta und Northwest. Es brennt lichterloh in der Branche - und die aktuelle Krise im US-Luftverkehr erwischt zahlreiche Analysten auf dem falschen Fuß.

NEW YORK. Die Krise im US-Luftverkehr weitet sich rasch aus und erwischt zahlreiche Analysten völlig auf dem falschen Fuß. Nach einem 35-prozentigen Börsensturz der Fluggesellschaft United Airlines, die am Dienstag deutlich schlechtere Ergebnisse ablieferte als erwartet, überraschte Rivale Delta Air Lines heute mit einem hohen Quartalsminus. Der Konzern aus Atlanta, der mit seinem Partner Northwest Airlines in Kürze zur weltgrößten Fluglinie fusionieren will, wies unterm Strich einen Nettoverlust von 6,39 Mrd. Dollar aus.

Zwar ist der außerordentlich hohe Fehlbetrag in erster Linie auf eine nicht liquiditätswirksame Abschreibung im Zusammenhang mit dem Ende des Delta-Konkursverfahrens zurückzuführen (6,1 Mrd. Dollar). Analysten zeigten sich dennoch überrascht, welch hohen Verlust die Firma auch im operativen Geschäft einflog. Weil die wichtigste Kostenposition, der Kerosinaufwand, im Auftaktquartal um 50 Prozent in die Höhe schnellte, erhöhte sich der Delta-Verlust vor außerordentlichen Abschreibungen auf 274 Mill. Dollar. Die durchschnittlichen Analystenschätzungen wurden damit um fast 100 Mill. Dollar verfehlt.

Partner Northwest wies nach Abschluss seines Konkursverfahrens ebenfalls eine Wertberichtigung von 3,9

Matthias Eberle
Matthias Eberle
Handelsblatt / Ressortleiter Ausland
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