Krise in der Luftfahrtbranche
Fluggesellschaften wollen lieber sparen

Der hohe Ölpreis und die kühle Weltkonjunktur machen den Fluggesellschaften zu schaffen. Die Folgen sind rote Zahlen, aus der Not geborene Zusammenschlüsse und Pleiten. In der Branche schrillen die Alarmglocken.

DÜSSELDORF. Die Fluggesellschaften verlieren - anders als die Flugzeugbauer - ihren Optimismus. Der hohe Ölpreis und die kühlere Weltkonjunktur machen ihnen zu schaffen. Folgen sind rote Zahlen, aus der Not geborene Joint Ventures wie bei British Airways und American Airlines oder gar Pleiten wie bei Oasis aus Hongkong. Kurz gesagt: In der Luftfahrtbranche schrillen die Alarmglocken.

Deutlich zeigt das die Prognose des Weltluftfahrtverbands IATA. Er hat die Voraussage für den Jahresgewinn der Mitgliedsunternehmen im Mai für das laufende Jahr drastisch gesenkt: von einem Plus von 3,4 Mrd. Dollar auf ein Minus von 2,3 Mrd. Dollar. Der Zuwachs der Passagierzahlen soll nur noch 3,9 Prozent betragen - nach knapp sechs Prozent im vergangenen Jahr. Kostenexplosion und Nachfrageeinbruch kämen zusammen, warnte IATA-Generaldirektor Giovanni Bisignani.

Die über 200 internationalen Linienfluggesellschaften, die sich in der IATA organisiert haben, hatten erst 2007 die Krise in Folge der Terroranschläge des Jahres 2001 überwunden und erstmals wieder in ihrer Gesamtheit Gewinn geschrieben. Die Branche ist aufgrund hoher Fixkosten und strikter politischer Regulierung stark konjunkturabhängig und krisenanfällig und erreichte in den vergangenen 60 Jahren nur eine durchschnittliche Umsatzrendite von 0,3 Prozent.

Der hohe Ölpreis trifft die US-Airlines nun am stärksten, da sie die Mehrkosten nicht wie die europäischen Konkurrenten durch den starken Euro kompensieren können und darüber hinaus ältere und damit verbrauchsintensivere Maschinen fliegen. Massenentlassungen und Flugzeugstilllegungen sind die Folgen. Der starke Anstieg der Kosten hat die führenden europäischen und amerikanischen Airlines bereits dichter zusammenrücken lassen. Für das Verkehrsgebiet Atlantik bilden sich - die Genehmigung der US-Wettbewerbsbehörde vorausgesetzt - derzeit drei Joint Ventures: Lufthansa mit United Airlines, Continental und Air Canada, Air France mit Delta Air Lines und Northwest sowie British Airways mit Iberia und American Airlines.

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