Krise spitzt sich zu
Nur kleiner Teil der Pin-Jobs gerettet

Die Krise des privaten Briefzustellers Pin Group spitzt sich weiter zu. Anfang April sei für weitere 21 Tochtergesellschaften des Post-Konkurrenten das Insolvenzverfahren eröffnet worden, teilte Insolvenzverwalter Andreas Ringstmeier am Donnerstag in Köln mit. Das hat viele Menschen ihre Beschäftigung gekostet.

HB KÖLN. Insgesamt haben inzwischen durch die Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens 5 765 Pin-Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verloren.

Damit ist inzwischen bereits jeder zweite der ursprünglich 11 400 Arbeitsplätze des Unternehmens der Krise zum Opfer gefallen. Nur gut 1 700 Stellen konnten bislang auf Dauer gerettet werden, indem für zehn Tochterunternehmen neue Investoren gefunden wurden.

Die Pin Group und ihre Tochtergesellschaften kämpfen seit Ende vergangenen Jahres ums Überleben, nachdem die Eigentümer des Konzerns sich wegen der Mindestlohnregelung für Briefzusteller geweigert hatten, weitere Finanzmittel für das noch mit Anfangsverlusten kämpfende Unternehmen bereitzustellen.

Die Insolvenzverwalter bemühen sich seitdem, neue Interessenten für das Unternehmen zu gewinnen. Doch erweist sich das als ausgesprochen schwierig. „Die derzeitigen Rahmenbedingungen - insbesondere die Diskussionen um den Mindestlohn - haben bei zahlreichen Interessenten den Eindruck geweckt, dass mehr Wettbewerb in der Branche politisch nicht gewünscht sei“, sagte Ringstmeier. Einige Interessenten seien deshalb trotz aussichtsreicher Verhandlungen in letzter Minute abgesprungen.

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