Kriselnde Baumarkkette
Starke Praktiker-Filialen sollen an Max Bahr gehen

Während die umsatzstarken Filialen des Konzerns an die Schwestermarke Max Bahr abgegeben werden, soll Praktiker als Auffangbecken für die Reste enden. Nächste Woche wird über die Zukunft des Unternehmens entschieden.
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Kirkel/MainzWie es mit der kriselnden Baumarktkette Praktiker und der Schwestermarke Max Bahr weitergeht, wird sich voraussichtlich in der kommenden Woche klären. Die „Financial Times Deutschland“ berichtete am Freitag, die Marke Praktiker solle zu einem Auffangbecken für die Reste des schwachen Baumarktkonzerns verkommen.

Die meisten umsatzstarken Filialen sollten an Max Bahr abgegeben werden, das sei ein Anteil von etwa 50 Prozent. Die Umbenennung sei Teil des neuen Konzepts, das der Aufsichtsrat am Sonntag genehmigt hatte, um an einen Kredit des Finanzinvestors Anchorage Capital Group zu kommen.

Eine Sprecherin von Praktiker wollte sich zu dem Bericht nicht äußern. Sie sagte nur, sie gehe davon aus, dass es nächste Woche mehr Informationen gebe. Die Baumarktkette hofft mit einem korrigierten Sanierungskurs und einem neuen Investor wieder auf mehr Erfolg.

Sanierungsexperte Thomas Fox verließ sie als Vorstandschef nach wenigen Monaten. Bisher war bekannt, dass mehrere Praktiker-Märkte in Max-Bahr-Filialen verwandelt werden sollen, aber nicht, wie viele. Zuvor war geplant, dass die rund 230 Praktiker-Märkte in Deutschland umgebaut werden und Praktiker weiter auf niedrige Preise setzt.

Die Kette war 2011 mit über einer halbe Milliarde Euro in den roten Zahlen. Der Umsatz sank im Vergleich zu 2010 um 7,7 Prozent auf knapp 3,2 Milliarden Euro. In den letzten beiden Monaten 2011 sowie im ersten Quartal 2012 konnte Praktiker nach eigenen Angaben den Umsatzverfall aber stoppen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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