Kriselnde Fluggesellschaft: Australien prüft Hilfe für Qantas

Kriselnde Fluggesellschaft
Australien prüft Hilfe für Qantas

Im Kampf gegen Konkurrent Virgin Australia droht Qantas zerrieben zu werden. Jetzt will die Airline mehr als eine Milliarde Euro einsparen. Die australische Regierung prüft eine Unterstützung, um Stellen zu retten.
  • 0

SydneyDie kriselnde australische Fluggesellschaft Qantas hat Einsparungen in Höhe von zwei Milliarden australischer Dollar (etwa 1,3 Milliarden Euro) in den kommenden drei Jahren angekündigt, einen Bericht über die Streichung von 5000 Stellen aber zurückgewiesen. Die Tageszeitung „Sydney Daily Telegraph“ nannte die Zahl am Dienstag jedoch unter Berufung auf Unternehmenskreise. Die Stellenstreichungen müssten sehr viel umfangreicher ausfallen als noch im Dezember angekündigt, hieß es.

Damals hatte Qantas einen Verlust von umgerechnet fast 200 Millionen Euro im ersten Halbjahr seines Geschäftsjahrs mitgeteilt und angekündigt, tausend Arbeitsplätze zu streichen. Am Donnerstag legt das Unternehmen genaue Zahlen vor.

Qantas nennt als Grund für den Verlust die hohen Kosten für Treibstoff und die harte Konkurrenz. Die Fluggesellschaft möchte von der Regierung eine Bürgschaft und kritisiert ein Gesetz, das eine ausländische Beteiligung an Qantas über 49 Prozent hinaus nicht erlaubt. Hauptkonkurrent Virgin Australia ist im Besitz von Singapore Airlines, Air New Zealand und Etihad Airways aus Abu Dhabi.

Angesichts der sich verschlechternden Situation bei Qantas denkt die australische Regierung mittlerweile doch über eine Unterstützung nach. Ministerpräsident Tony Abbott sagte am Dienstag im Parlament, es liege im Interesse Australiens, dass einer der großen Arbeitgeber des Landes „überlebt und gedeiht“. Die Regierung werde tun, was sie könne, um Qantas eine faire Chance im Wettbewerb mit seinem Erzrivalen Virgin Australia zu geben. Aber der Konzern müsse seine Hausaufgaben machen. Im Dezember hatte Abbott der Bitte Qantas' um finanzielle Unterstützung noch eine Absage erteilt.

Auch der konservative Verkehrsminister Warren Truss stellte in Aussicht, das Qantas-Gesetz so zu ändern, dass Ausländer die Mehrheit an dem Unternehmen erwerben können. Das entbinde die Geschäftsführung aber nicht von der Pflicht, „ihren Laden in Ordnung zu bringen“.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Kriselnde Fluggesellschaft: Australien prüft Hilfe für Qantas"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%