Kriselnde spanische Fluggesellschaft: Iberia-Beschäftigte protestieren gegen Entlassungen

Kriselnde spanische Fluggesellschaft
Iberia-Beschäftigte protestieren gegen Entlassungen

Fast 4.000 Jobs will die Fluggesellschaft streichen. Das wollen die Beschäftigten nicht mit sich machen lassen, sie protestierten vor der Firmenzentrale – und forderten die Annullierung der Fusion mit British Airways.
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MadridRund hundert Beschäftigte der kriselnden spanischen Fluggesellschaft Iberia haben am Montag vor dem Unternehmenssitz in Madrid gegen die geplanten Stellenstreichungen und Lohnkürzungen protestiert. Die Demonstranten forderten zudem, die Fusion mit der British Airways (BA) zur International Airlines Group (IAG) rückgängig zu machen. „Iberia wird zerschlagen - zugunsten von BA“, rief eine Teilnehmerin der Kundgebung. Sie kritisierte, dass die Anzahl der Verbindungen bei Iberia zusammengestrichen werden soll; BA werde der Nutznießer sein.

Iberia hatte im November angekündigt, 4.500 der 20.000 Stellen zu streichen und die Gehälter zu kürzen. Mittlerweile reduzierte die Geschäftsleitung diese Zahl auf 3.836 Jobs. IAG-Chef Willie Walsh wies Forderungen der Gewerkschaften nach einer Annullierung der Fusion zurück; das sei keine Lösung, sagte er im Dezember.

Die Gewerkschaften hatten ein Einfrieren der Löhne bis 2015 vorgeschlagen, außerdem die Eingliederung der Billigfluglinie Iberia Express sowie die Beibehaltung der Verbindungen nach Lateinamerika. Einen Streik von sechs Tagen in der Vorweihnachtszeit bliesen die Gewerkschaften aber wieder ab.

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