Kritik an der Bilanz
Bahn ordnet Immobilienbestand

Die Deutsche Bahn will nach Kritik des Bundesrechnungshofes Immobilien von der Konzernholding an die Infrastrukturtöchter übertragen. Kritiker hatten der Bahn vorgeworfen, mithilfe der Buchung von Immobilienbeständen die Bilanz der Netz-Tochter schlecht gerechnet zu haben.

HB BERLIN. Dabei handele es sich um Grundstücke, die nicht für den Bahnbetrieb gebraucht werden, etwa Randstücke entlang der Trassen. Die neue Zuordnung vor allem an die DB Netz AG solle bis Jahresende abgeschlossen werden, sagte Finanzvorstand Diethelm Sack am Donnerstag in Berlin.

Der Bundesrechnungshof hatte bemängelt, dass Immobilien der Bahn-Netztochter beim Mutterkonzern verbucht sind. Hintergrund ist die anstehende Teilprivatisierung der bundeseigenen Bahn. Kritiker werfen dem Konzern vor, mit der Umbuchung von Immobilien die DB Netz AG zu Gunsten der Mutter finanziell geschwächt zu haben.

Sack wies dies abermals zurück. Die Bahn habe weder Fördergelder erschlichen noch stille Reserven gebildet, wie dies in Presseberichten behauptet worden sei. „Wir haben nie etwas verborgen und haben auch nichts zu verbergen“, sagte er.

Derzeit sind nach Angaben Sacks etwa 250 Mill. Quadratmeter der Mutter zugeordnet, das entspreche 15 Prozent der bahneigenen Flächen. Ein Teil davon, rund 30 Mill. Quadratmeter, befinde sich im Eigentum der 100-prozentigen Immobilientochter Aurelis.

Mit dem Bund müsse nun noch geklärt werden, wie die Aurelis-Schulden in Höhe von 1,2 Mrd. Euro verbucht werden. „Ich glaube nicht, dass wir da einen Dissens kriegen“, sagte Sack. Mit dem Geld seien in den Jahren 2003/2004 Investitionen in die Infrastruktur bezahlt worden. Der Buchwert der Aurelis-Grundstücke betrage rund eine Milliarde Euro, der Verkehrswert werde auf zwei Mrd. Euro geschätzt. Der Bahnkonzern hat nach Worten von Sack für Altlasten insgesamt 2,5 Mrd. Euro Rückstellungen gebildet.

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