Kritik an der Informationspolitik des vorläufigen Insolvenzverwalters
"Kauf von Walter Bau noch nicht perfekt"

Der Übernahme wesentlicher Teile der insolventen Walter Bau-AG durch den österreichischen Strabag-Verbund müssen noch Kartellamt und die Gläubigerbanken zustimmen. Mit der Rechtskraft der Verträge rechnet der vorläufige Insolvenzverwalter Werner Schneider Anfang April.

HB AUGSBURG. Nach Einschätzung in Finanzkreisen ist der Deal aber noch längst nicht in trockenen Tüchern. „Da ist immer die Frage: Welche Finanzierung bringt der Erwerber mit“, hieß es am Mittwoch in Gläubigerkreisen.

Strabag werde die Transaktion wohl nicht stemmen können, ohne dass erneut ein Bankenkonsortium eingeschaltet werde. Dem Vernehmen nach ist die Bank Austria die Hausbank von Strabag. Grundsätzlich wird der Abschluss mit Strabag in Gläubigerkreisen positiv bewertet. „Wenn das Geschäft so hält, dann ist es sicherlich ein großer Erfolg.“ Allerdings gebe es in Gläubigerkreisen eine gewisse Unzufriedenheit über die Informationspolitik des vorläufigen Insolvenzverwalters Schneider. Dieser habe noch nicht viele Details präsentiert.

Die Übernahme wesentlicher Teile der insolventen Walter Bau AG durch den österreichischen Strabag-Baukonzern war zwei Wochen nach der Insolvenz der Öffentlichkeit präsentiert worden. Konzernchef Hans Peter Haselsteiner hatte vor allem die Übernahme des Walter Heilit Verkehrswegebau GmbH von Walter als „ideale Ergänzung“ der Strabag-Aktivitäten bezeichnet. Mit der neu geschaffenen Dywidag Holding strebt Haselsteiner eine führende Rolle im europäischen Baugeschäft an. Nach wie vor unklar ist, wie viele ehemalige Walter Bau-Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz tatsächlich verlieren werden. Der Gesamtbetriebsrat von Walter Bau hatte die Zahl der Entlassungen auf rund 3000 Stellen beziffert.

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