Kritik an Zuschlägen
Luftfahrtbranche wieder im Aufwind

Nach der Lufthansa haben am Dienstag weitere deutsche Fluggesellschaften wie Air Berlin und HLX positive Halbjahreszahlen präsentiert.

HB BERLIN. Auch die zur Lufthansa gehörende Schweizer Airline Swiss konnte in den ersten sechs Monaten Zuwächse bei den Passagierzahlen verzeichnen. Unterdessen kritisierte der Deutschlandchef des britischen Billigfliegers Easyjet, John Kohlsaat, dass den Fluggästen von den meisten Gesellschaften Kerosinzuschläge abverlangt werden.

Die Airlines verhielten sich „mittlerweise wie die Ölmultis“, sagte Kohlsaat: „Sobald die Sommerferien beginnen, wird dem Verbraucher mit völlig überzogenen Kerosinzuschlägen in die Tasche gegriffen - gesenkt werden die aber nur selten, selbst wenn der Ölpreis wieder fällt.“

Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Air Berlin liegt nach einem starken ersten Halbjahr weiter auf Rekordkurs. Die Passagierzahl stieg im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2004 um 15 % auf den neuen Höchststand von 6,1 Millionen, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Deutliche Zuwächse verzeichneten vor allem Billigflüge zwischen europäischen Städten. Geschäftsführer Joachim Hunold bekräftigte das Ziel, im Gesamtjahr von zwölf Mill. auf 13,7 Mill. Fluggäste zuzulegen. Der Halbjahresumsatz stieg um 23 % auf 564 Mill. €. Insgesamt peilt Air Berlin für 2005 rund 1,27 Mrd. € Umsatz an (Vorjahr: 1,0 Mrd Euro).

Auch der zum Tui-Konzern gehörende Billigflieger Hapag-Lloyd Express (HLX) hat im ersten Halbjahr kräftig zugelegt und die Passagierzahl um 40 % auf fast 1,7 Mill. gesteigert. Insgesamt wolle HLX nach 2,7 Mill. Fluggästen 2004 in diesem Jahr 3,7 Mill. Passagiere befördern, sagte HLX-Chef Roland Keppler am Montagabend in Köln. Zum Konzentrationsprozess im hart umkämpften Billigflugmarkt sagte der HLX-Chef: „Ich glaube, schon der hohe Kerosinpreis wird sein übriges tun.“ HLX stehe auf einer soliden finanziellen Grundlage. „Als Teil der Tui-Gruppe haben wir eine enorme Finanzkraft.“

Die zur Lufthansa gehörende Schweizer Fluggesellschaft Swiss hat die Passagierzahlen und die Auslastung im ersten Halbjahr gesteigert. Swiss beförderte zwischen Januar und Juni rund 4,68 Mill. Passagiere, wie das Unternehmen am Dienstag in Basel mitteilte. Dies entspricht einer Steigerung von 2,7 % im Vergleich zum ersten Halbjahr 2004. Die durchschnittliche Auslastung lag für das gesamte Streckennetz bei 76,9 % und damit um 3,5 %punkte höher.

Bereits am Montag hatte der deutsche Marktführer Lufthansa für das erste Halbjahr mit 24,7 Mill. Fluggästen einen Passagierrekord bekannt gegeben.

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