Krups-Eigentümer SEB WMF steht vor Verkauf an Franzosen

Für den traditionsreichen Küchengeräte-Hersteller WMF gibt es offenbar einen Käufer. Laut einem Agenturbericht ein Bieter aus Frankreich die Nase vorn. Für den WMF-Eigentümer KKR könnte der Deal lukrativ werden
Der schwäbische Küchengeräte-Hersteller könnte an einen französischen Bieter gehen. Quelle: dpa
Kaffeemaschine von WMF

Der schwäbische Küchengeräte-Hersteller könnte an einen französischen Bieter gehen.

(Foto: dpa)

FrankfurtDer schwäbische Besteck- und Kaffeemaschinenhersteller WMF steht einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge vor dem Verkauf an die französische Groupe SEB. Eine Einigung mit dem Finanzinvestor KKR, dem WMF gehört, stehe nach Angaben von mit der Angelegenheit vertrauten Personen kurz bevor, hieß es in dem Bericht. Die Transaktion könne noch am Montag verkündet werden, die Gespräche dauerten aber noch an.

SEB ist bekannt für Marken wie Moulinex, Krups und Rowenta. Erst in der vergangenen Woche hatte SEB den Thermoskannen-Hersteller Emsa geschluckt. KKR war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Die SEB-Aktie wurde auf Antrag des Unternehmens vom Handel an der Pariser Börse ausgesetzt.

KKR hatte sich für WMF einen Erlös von mehr als 1,5 Milliarden Euro erhofft. Neben SEB, Electrolux und der italienischen DeLonghi hatten auch chinesische Bieter um das Unternehmen aus Geislingen an der Steige gebuhlt. KKR winkt mit dem Verkauf ein lukratives Geschäft. Als der Investor 2012 einstieg, wurde WMF mit rund 600 Millionen Euro bewertet.

Diesen Investoren gehört der deutsche Mittelstand
Platz 10: JP Morgan Asset Management
1 von 10

Mary Callahan Erdoes, CEO der JP Morgan Privatbank. 2015 hatte das JP Morgan Asset Management insgesamt rund 1,7 Milliarden Euro in den börsennotierten Mittelstand investiert. Im Jahr davor waren es nur 846,5 Millionen Euro.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der cometis AG, einer Beratungsgesellschaft für strategische Finanz- und Unternehmenskommunikation und dem Investor- Relations-Datenbankanbieter Ipreo. Dabei wurde ausgewertet, welche Investoren gemessen an der Summe ihrer Investments die größten Beteiligungen im börsennotierten deutschen Mittelstand halten.

Quelle: cometis

Platz 9: Oppenheimer Funds
2 von 10

Die US-amerikanische Investmentgesellschaft Oppenheimer Funds belegt Platz neun unter den größten Investoren in MDax, SDax und TecDax. 2015 hielten sie Beteiligungen im Wert von insgesamt 1,66 Milliarden Euro. Das waren 300 Millionen Euro mehr als noch ein Jahr zuvor. Hoch im Kurs steht bei den Amerikanern der Medienkonzern ProSiebenSat.1.

Platz 8: MFS International
3 von 10

Auf Platz acht der größten Investoren schafft es MFS International mit Beteiligungen in Höhe von 1,73 Milliarden Euro. Seine größten Beteiligungen hält die in Großbritannien registrierte Gesellschaft an dem Industrieunternehmen Gea, dem Chemiekonzern Brenntag und LEG Immobilien.

Platz 7: Elliott Management Corporation
4 von 10

Paul Singer, Gründer und CEO der Elliott Management Corporation. Der Hedgefonds hat 18,8 Prozent seines Portfolios im deutschen Mittelstand investiert. 2015 waren es rund 1,79 Milliarden Euro. Die zwei Unternehmen, an denen sich der Investor am stärksten beteiligt hat, sind Kabel Deutschland und der Maschinenbauer DMG Mori Seiki.

Platz 6: MFS Investment Management
5 von 10

Mit Investments in Höhe von 1,97 Milliarden Euro schafft es MFS Investment Management auf Platz sechs der größten Investoren im börsennotierten deutschen Mittelstand. Seine größte Beteiligung halten die US-Amerikaner in der Symrise AG, die Duft-, Geschmacks- und Wirkstoffe für Kosmetika und Lebensmittel herstellt.

Platz 5: Capital Research Global Investors
6 von 10

Die Capital Research Global Investors gehören zu den Top-Fünf der größten Investoren in MDax, SDax und TecDax. Die Amerikaner haben 2,01 Milliarden Euro in Unternehmen der Indizes angelegt. Zu den deutschen Unternehmen, an denen sie am stärksten beteiligt sind, gehört neben ProSiebenSat.1 und Freenet auch Hugo Boss.

Platz 4: Capital World Investors
7 von 10

Mit Capital World Investors gehört die zweite Tochtergesellschaft des US-Riesen „The Capital Group“ zu den größten Investoren im deutschen börsennotierten Mittelstand. Capital World Investors bringt es auf Beteiligungen in Höhe von 2,61 Milliarden Euro. Das ist jedoch deutlich weniger als noch 2014, als die Summe 3,28 Milliarden Euro betrug. Besonders beliebt bei den Amerikanern ist beispielsweise der Münchner Triebwerkhersteller MTU Aero.

Die 1853 gegründete Württembergische Metallwarenfabrik (WMF) erwirtschaftet zwei Drittel ihres Umsatzes von rund einer Milliarde Euro mit Töpfen, Pfannen und Besteck. Der Löwenanteil des Gewinns kommt allerdings aus dem Verkauf und der Wartung von Profi-Kaffeemaschinen für Restaurants und Bäckereien.

  • rtr
Startseite

Mehr zu: Krups-Eigentümer SEB - WMF steht vor Verkauf an Franzosen

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%