Küchenbauer
Alno-Chef: Wir stehen vor der Kehrtwende

Die Umsätze von Küchenbauer Alno schrumpfen seit Jahren, die Verluste werden immer größer. Doch der neue Vorstandschef Max Müller sieht Licht am Ende des Tunnels.
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PfullendorfEin Wunder hat auch der neue Chef beim Küchenmöbelbauer Alno noch nicht vollbringen können: Knapp ein halbes Jahr nach seinem Dienstantritt hat Vorstandschef Max Müller die ersten Geschäftszahlen vorgelegt, die er selbst verantwortet - und die zeigen wieder einmal nach unten. Allerdings hatte der 65-Jährige den Aktionären von vornherein klar gemacht, dass Alno nach dem jahrelangen Abwärtstrend einen langen und steinigen Weg vor sich habe. Unzufrieden ist Müller trotzdem nicht: Die nächsten Monate könnten die Kehrtwende bringen, glaubt er.

Im ersten Halbjahr habe Alno noch nicht von der guten Entwicklung des Küchenmarkts profitieren können, gab Müller in seiner Mitteilung am Mittwochabend zu. Der einstige Marktführer aus Pfullendorf (Kreis Sigmaringen) verbuchte von Januar bis Juni einen Verlust von 22,0 Millionen Euro nach einem Minus von 2,4 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz sank um 4,7 Prozent auf 222,7 Millionen Euro. Vor allem Produktionsprobleme bei der Marke Wellmann und hohe Materialkosten hätten auf das Ergebnis gedrückt.

Schon seit Jahren kämpft Alno relativ erfolglos gegen den Abwärtstrend. Seit dem Börsengang 1995 konnte die Gruppe nur in drei Jahren einen knappen Gewinn verbuchen. Auch mehrere Entlassungswellen vor allem im Stammwerk Pfullendorf brachten das Unternehmen nicht aus den roten Zahlen. Seit dem ersten Halbjahr 2004 ist die Zahl der Mitarbeiter um fast 36 Prozent auf 1797 gesunken, der Umsatz schrumpfte im gleichen Zeitraum relativ stetig um insgesamt 31,2 Prozent.

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