Kühne+Nagel
Anleger reagieren verhalten auf Rekordgewinn

Der Logistikkonzern Kühne+Nagel legt einen Rekordgewinn hin. Vor allem das Seefrachtgeschäft in den USA spült mehr Geld in die Kasse. Trotzdem haben sich die Erwartungen der Analysten nicht erfüllt.

ZürichDer Schweizer Logistikkonzern Kühne+Nagel hat im vergangenen Jahr dank eines anziehenden Seefrachtgeschäfts in Amerika und Sparanstrengungen mehr verdient. Der Gewinn stieg um 5,4 Prozent auf den Rekordwert von 679 Millionen Franken (624 Millionen Euro), wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Der Umsatz sank um 4,4 Prozent auf 16,7 Milliarden Franken. Geschuldet ist das der Stärke der Konzernwährung, die vor allem Zuwächse in Euro mehr als auffraßen. Währungsbereinigt nahmen die Verkaufserlöse um 3,6 Prozent zu.

Die Anleger reagierten verhalten. Mit einem leichten Kursminus waren die Kühne+Nagel-Aktien am unteren Ende des europäischen Sektorindex zu finden. Händler verwiesen darauf, dass Anleger eine großzügigere Ausschüttung erwartet hätten. Der Konzern will fünf Franken Dividende je Aktie zahlen. Zuletzt waren es deutlich mehr – inklusive drei Franken Jubiläumsdividende hatten die Aktionäre im Vorjahr insgesamt sieben Franken erhalten. Analysten hatten im Schnitt 5,30 Franken erwartet.

Dieses Jahr strebt Kühne+Nagel Marktanteilsgewinne sowie Zuwächse beim Volumen und Betriebsgewinn an. Die EBIT-Marge soll über fünf Prozent gehalten werden.

Der Konzern gab am Mittwoch auch Änderungen im Top-Management bekannt. Jörg Wolle, der Chef des Schweizer Handels-Dienstleisters DKSH, soll bei der Generalversammlung im Mai den Präsidentenposten übernehmen. Der bisherige Chef des Verwaltungsrats, Karl Gernandt, soll dann an die Spitze des Verwaltungsrats des Mehrheitseigentümers Kühne Holding wechseln. In der Holding verwaltet der deutsche Unternehmer Klaus-Michael Kühne seine Beteiligungen – neben Kühne+Nagel besitzt er auch gut 20 Prozent an Deutschlands größter Reederei Hapag-Lloyd und ist bei Immobilien- und Touristik-Projekten engagiert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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