Kürzungen im Gesundheitswesen drücken Umsatz
Sanacorp gibt im Kampf um Anzag nicht auf

Der Pharmagroßhändler Sanacorp hofft weiter auf grünes Licht für die seit vier Jahren vom Bundeskartellamt blockierte Übernahme des Konkurrenten Anzag. Bis zum Jahresende sei ein Durchbruch möglich, sagte Sanacorp-Chef Manfred Renner gestern in München.

jojo MÜNCHEN. Am 20. April geht die Auseinandersetzung vor dem Oberlandesgericht in Düsseldorf in die nächste Runde. Das Bundeskartellamt wirft dem Münchener Unternehmen vor, mit dem Kauf des Wettbewerbers Anzag in einigen deutschen Regionen eine marktbeherrschende Stellung zu bekommen.

Eine außergerichtliche Einigung sei gescheitert, sagte Renner. Der Manager geht aber davon aus, dass das Düsseldorfer Gericht wie schon zuvor im Sinne von Sanacorp entscheiden werde. Vergangenen Sommer landete der Fall vor dem Bundesgerichtshof, der das Verfahren inzwischen nach Düsseldorf zurückverwiesen hat. Wie auch immer das Gericht entscheidet: Der Verlierer kann erneut nach Karlsruhe ziehen.

Sanacorp werde trotz der langen Dauer des Streits weiterkämpfen, bekräftigte Renner. Denn durch die Übernahme würde Sanacorp zu einem der größten deutschen Pharmahändler aufsteigen, der sich mit den Marktführern Celesio und Phoenix messen könnte.

Angesichts eines zunehmenden Drucks durch die Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen könnte Sanacorp die Größenvorteile aus einer Fusion gut gebrauchen, unterstrich Renner. So fiel der Nettoumsatz 2004 im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent auf 2,3 Mrd. Euro. Der Gewinn kletterte hingegen um mehr als das Doppelte auf 23,8 Mill. Euro. Für 2005 erwartet das Unternehmen ein leichtes Umsatzplus. Die Börse betrachtete Sanacorp gestern skeptisch: Der Kurs gab rund drei Prozent auf 31,70 Euro nach.

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