Kurzarbeit
HHLA schickt Hafenarbeiter nach Hause

So drastisch, wie der Containerumschlag gesunken ist, so gravierend fällt die Reaktion aus: Der Hafenlogistik-Konzern HHLA schickt fast zwei Drittel seiner Belegschaft in Hamburg in Kurzarbeit - und bietet einigen von ihnen zugleich Perspektiven für die Zukunft.

HB HAMBURG. Für mehr als 2 000 der insgesamt 3 500 Beschäftigten in der Hansestadt fallen vom 1. Juli an zwischen zehn und 100 Prozent der Arbeitszeit weg, bestätigte eine Unternehmenssprecherin am Mittwoch. Die Kurzarbeit sei für zwei Jahre beantragt.

Die HHLA erwartet in diesem Jahr rund 25 Prozent weniger Umschlag in Hamburg. Im ersten Quartal war der Betriebsgewinn bei einem um ein Fünftel geschrumpften Umsatz um 45 Prozent gesunken. Das "Hamburger Abendblatt" (Mittwochausgabe) berichtete, 250 der von Kurzarbeit betroffenen Beschäftigten sollten weiterqualifiziert werden, davon 200 über 18 Monate.

Das Kurzarbeitergeld dieser Mitarbeiter, die sich zu Fachkräften für Hafenlogistik oder zu Fachwirten für Hafenwirtschaft ausbilden ließen, werde aufgestockt. Normalerweise zahlt die Arbeitsagentur zwischen 60 und 67 Prozent des Nettolohns.

Die HHLA hatte bereits bei der Bekanntgabe ihres Sparprogramms im Frühjahr Kurzarbeit angekündigt und Verhandlungen mit dem Betriebsrat über den Umfang aufgenommen. Die Einigung wurde nun erzielt. Die Arbeitnehmervertretung akzeptierte die Maßnahmen und erhielt im Gegenzug die Zusage, dass während dieser Zeit keine betriebsbedingten Kündigungen ausgesprochen werden.

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