La Martina vor dem Neustart Polo gegen den Platzhirsch

La Martina wagt den Neustart: Nachdem die Polo-Marke den eigenen Erfolg überreizt hatte, setzen die Argentinier nun auf Understatement. Der Deutschland-Chef plant trotzdem wieder den Angriff auf Ralph Lauren und Co.
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La Martina sponsert in diesem Sommer die German Polo Tour. Quelle: PR
Polosport-Marke

La Martina sponsert in diesem Sommer die German Polo Tour.

(Foto: PR)

DüsseldorfKeine beeindruckende Glasfassade, keine großflächige Werbung und noch nicht mal ein repräsentatives Firmenschild. Der Showroom der Marke La Martina liegt versteckt in Düsseldorf-Oberkassel in einer alten Villa. Das Haus an der Rheinpromenade ist aber nicht nur Showroom für Poloshirts, Jacken und Hosen der argentinischen Modemarke. Es ist auch die Deutschland-Zentrale, die mit Bastian Ammelounx den Neustart versucht.

„Wir sind mittendrin, die Marke zu relaunchen“, sagt der Deutschlandchef in seinem kleinen, aber feinen Büro mit Blick auf die Düsseldorfer Altstadt. Der 34-Jährige, der bereits für Ralph Lauren und den Textilhändler Peek & Cloppenburg arbeitete, will aus der Polosport-Marke einen Komplett-Anbieter „für Premium-Lifestyle-Mode“ machen.

Da hat er sich viel vorgenommen. Denn La Martina hatte vor Jahren mal einen großen Erfolg vor allem mit seinen Shirts, auf denen zwei Polospieler ihre Schläger kreuzen. Der kurze Hype führte dazu, dass das damalige Management den Vertrieb massiv ausbaute – zu massiv. La Martina „gab es überall, wo Licht brannte“, beschreibt es Ammelounx heute.

Das will der Deutschland-Chef, der im Dezember von Ralph Lauren aus Mailand kam, beim Neustart besser machen. „Wir wollen unseren eigenen Einzelhandel in Deutschland ausbauen“, sagt er dem Handelsblatt. „Wir sind dazu in Gesprächen mit Franchise-Partnern.“ Bislang gibt es in Deutschland nur einen Shop auf Sylt.

Das sind die stärksten deutschen Luxusmarken
15. Poggenpohl
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Küchen von Poggenpohl werden stets maßgefertigt und genau an Raum und Haushaltsgröße des Kunden angepasst. Gegründet wurde das Unternehmen 1892 von Friedemir Poggenpohl als kleine Tischlerei mit Ausstellungsraum. Heute stehen Poggenpohl-Küchen in mehr als 70 Ländern.

Quelle: Luxury Business Report 2015

14. Koch und Bergfeld
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Seit 185 Jahren fertigt die Manufaktur hochwertige Silberwaren in Handarbeit. Das Unternehmen ist damit eine der ältesten noch aktiven Silberwarenfabriken Deutschland. Es fertigt unter anderem Messer, Gabeln, Löffel und andere Besteckteile aus verschiedenen Epochen wie Klassizismus, Jugendstil, Barock, Rokoko oder Art déco.

13. Bechstein Piano
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1853 nahm Carl Bechstein in Berlin die „Pianofortefabrikation“ auf. Bis heute baut das Unternehmen Flügel und Klaviere, die mit ihrem Klang Maßstäbe setzen. Voller Stolz zitiert das Unternehmen Claude Debussy mit dem Satz: „Man sollte Klaviermussik nur für den Bechstein schreiben.“

12. Dedon
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Bobby Dekeyser war Fußballprofi und Torwart des TSV 1860 München, als er Dedon 1990 gründete. Heute ist das Unternehmen eine der weltweit führenden Outdoor-Möbelmarken. Die Stühle, Tische oder Liegen werden in Handarbeit geflochten und sind mit ihrer speziell entwickelten Kunsststofffaser besonders widerstandsfähig. Gleichzeitig hat das Unternehmen schon viele renommierte Design-Preise gewonnen.

11. Robbe & Berking
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Schon seit 1874 schmiedet das Familienunternehmen hochwertige Silberstecke und Tafelgeräte – inzwischen in der fünften Generation. Rund 20 Tonnen Silber verarbeiten die knapp 200 Beschäftigten pro Jahr. Das Flensburger Unternehmen handelt auch mit Edelmetallen und seit 2008 baut eine Tochterfirma Yachten aus.

10. BWM i8
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Der bayerische Premiumhersteller hat einen Sportwagen entwickelt, der einen Energieverbrauch und Schadstoffemissionen wie ein Kleinwagen hat. Dank einer Kombination aus Verbrennungs- und Elektromotor beschleunigt das Fahrzeug zwar in 4,4 Sekunden auf 100 Stundenkilometer, verbraucht auf 100 Kilometern aber im Schnitt nur 2,1 Liter Benzin und 11,9 Kilowattstunden Strom.

9. Porsche
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Automarken gibt es viele in Deutschland, aber keine hat so einen Kultstatus wie der Sportwagenhersteller aus Stuttgart-Zuffenhausen. Die Volkswagen-Tochter sieht sich selbst nicht nur als größter und traditionsreichster Sportwagenhersteller der Welt, sondern auch noch als das weltweit profitabelste Automobilunternehmen.

Aber Ammelounx setzt nicht nur auf Mono-Marken-Läden, sondern will auch den Verkauf über Multistores ausbauen. „Ich will dazu einige Großhändler zurückgewinnen“, kündigt er an. In Deutschland habe er „15 Wunschkandidaten“. In der Vergangenheit hat das Unternehmen Absprachen mit dem Handel manchmal nicht eingehalten, wie Ammelounx einräumt. Er verspricht nun „mehr Verlässlichkeit, bei der Kollektion und als Geschäftspartner“.

Damenkollektion wird femininer
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