Land sagt Finanzspritze zu: OEW kann Beteiligung bei EnBW aufstocken

Land sagt Finanzspritze zu
OEW kann Beteiligung bei EnBW aufstocken

Der kommunale Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke (OEW) kann seine Beteiligung an der Energie Baden-Württemberg (EnBW) wie geplant um knapp 4,5 Prozent aufstocken.

HB STUTTGART. Mit dem Erwerb kommt die OEW, wie von der Landespolitik gewünscht, wieder auf den gleichen Anteil wie der französische Mitaktionär Electricite de France (EDF).

Der OEW teilte am Mittwoch in Ulm mit, die Verbandsversammlung des Zweckverbandes habe beschlossen, das Aktienpaket zu erwerben und damit die Parität mit der EDF bis mindestens 2011 zu halten. Die EDF hält 44,9 Prozent an der EnBW. Zuvor hatten bereits die Kreistage der neun Landkreise, die die OEW tragen, sich für die Aufstockung ausgesprochen. Die EnBW gibt dazu bis voraussichtlich April weitere eigene Aktien ab. 2011 soll der drittgrößte deutsche Versorger spätestens an die Börse gehen.

Die baden-württembergische Landesregierung und der künftige Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) hatten dafür plädiert, dass der OEW als EnBW-Aktionär „auf Augenhöhe“ mit den Franzosen bleibe, um eine Mehrheit des staatlichen Versorgungskonzerns EDF zu verhindern, und dafür eine Finanzspritze der landeseigenen L-Bank über 20 Millionen Euro zugesagt.

EDF und OEW hatten lange jeweils 34,5 Prozent an der EnBW gehalten, ehe die EDF im Dezember überraschend auf 39 Prozent aufstockte, indem sie von den Karlsruhern EnBW-Aktien übernahm.

Ein erster Anlauf für eine breite Streuung von EnBW-Aktien war Anfang 2002 gescheitert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%