Landesbanken
WestLB: Letzter Eigner lenkt ein

Der neuen, überlebenswichtigen Milliarden-Garantie für die WestLB steht nichts mehr im Wege. Die rheinischen Sparkassen (RSGV) billigten am Montag die zusätzliche, vier Milliarden Euro schwere Bürgschaft.

HB DÜSSELDORF. Wie zuvor bereits der westfälische Sparkassenverband (WLSGV) befristete aber auch der RSGV nach eigenen Angaben die Bürgschaft zunächst bis zum 30. November. Auch die beiden NRW-Landschaftsverbände hatten die Garantie zunächst nur als Zwischenlösung abgenickt. Die Landesregierung hatte die Garantie bereits gebilligt. Damit sind alle Eigentümer der angeschlagenen Landesbank im Boot.

Die Eigner der WestLB bürgen bereits seit Frühjahr 2008 unter Führung des Landes mit fünf Mrd. Euro für riskante Investments der Landesbank mit einem Volumen von 23 Mrd. Euro. Nun waren die weiteren Garantien mit einem Volumen von vier Mrd. Euro nötig geworden. Der nordrhein-westfälische Finanzminister Helmut Linssen hatte gesagt, ohne die zusätzliche Milliarden-Bürgschaft könnten der Bank gravierende Konsequenzen durch die Finanzaufsicht BaFin drohen.

Die Garantie der Eigner hatte bereits die EU-Wettbewerbshüter auf den Plan gerufen. Die WestLB soll auf ihren Druck hin bis 2011 entweder mit anderen Landesbanken zusammengelegt oder verkauft werden.

Am Dienstag soll auch der Aufsichtsrat der WestLB über die Lage beraten. In seinem Umfeld hatte es bereits geheißen, bei der Sitzung könne möglicherweise Dietrich Voigtländer auch formell zum neuen Chef der Bank ernannt werden. Voigtländer hatte im Mai kommissarisch die Führung des Instituts übernommen, nachdem Vorstandschef Heinz Hilgert das Handtuch geworfen hatte. „Voigtländer soll an der Spitze der Bank bleiben“, sagte ein Aufsichtsratsmitglied.

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