Landwirtschaft der Zukunft
Mit der Drohne auf dem Acker

Wenn der Landwirt wissen will, wie es seinen Feldern geht, greift er heutzutage zum Laptop, Smartphone oder gar zur Drohne. In Hannover gibt die Branche derzeit Einblick in die Landwirtschaft des 21. Jahrhunderts.

HannoverBei Hubertus Paetow ist die Drohne mit einer Digitalkamera ausgestattet. Mit ihr scannt der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft regelmäßig seine Felder und deckt so Mängel wie zu viel Nässe oder Schädlingsbefall auf. Das zeigt er anschaulich in einem Film des VDMA-Fachverbandes Landtechnik. Seine Drohne „beackert“ das Feld automatisch und ermittelt selbstständig den optimalen Flugweg. Die Luftbilder analysiert Paetow dann am Computer.

Digitale Technik ist in der Landwirtschaft heute nicht mehr wegzudenken. Die Zahl der Bauernhöfe sinkt, die Flächen werden immer größer. Damit wachsen die Anforderung an die Menschen und vor allem an die Maschinen. „Die Aufgaben des Landwirts sind vielseitiger und anspruchsvoller geworden“, heißt es beim VDMA, dem Branchenverband der Maschinenbauer.

Computer, GPS-Steuerung, Datenvernetzung und Analysesoftware gehören in der Landwirtschaft inzwischen zum Alltag. „Die Landwirtschaft hat eine Vorreiterrolle bei der Vernetzung“, unterstreicht DLG-Hauptgeschäftsführer Reinhard Grandke. Laut dem jüngsten Trendmonitor der DLG haben bereits 20 Prozent in entsprechende Technik investiert; weitere 20 Prozent haben die Absicht geäußert. Das bedeutet aber im Gegenzug auch, dass viele Landwirte bisher noch kein konkretes Konzept haben.

Bis zum 14. November trifft sich die Branche in Hannover auf der Agritechnica, der weltgrößten Fachmesse für Landtechnik. Mehr als 2900 Aussteller aus 53 Ländern präsentieren ihr Angebot. Fachbesucher haben damit beste Vergleichsmöglichkeiten zwischen den konkurrierenden Anbietern. „Das Messegelände ist ausgebucht“, betonte Grandke zur Eröffnung. Die Agritechnica baue damit ihre Stellung als internationale Leitausstellung für Landtechnik und Landwirtschaft weiter aus. Bei der letzten Auflage zog die Messe rund 450.000 Fachbesucher an. In diesem Jahr sollen es, so hofft die DLG als Veranstalter, erneut mehr als 400.000 werden.

Die Landwirtschaft stehe vor großen Herausforderungen. Viele Betriebe beurteilten die Lage angesichts der niedrigen Erzeugerpreise und wachsender gesellschaftlicher Ansprüche als kritisch. Der Informationsbedarf der Landwirte sei enorm.

„Die Lage, die uns dieser Herbst konjunkturell bietet, ist zwar weit entfernt von der Wachstumsdynamik der Vorjahre, strukturell erfreut sich unsere Industrie jedoch bester Gesundheit“, unterstrich Bernd Scherer, Geschäftsführer des VDMA-Fachverbandes Landtechnik. Und die Weltbevölkerung wachse kontinuierlich. Wegen der engen Verknüpfung des nötigen landwirtschaftlichen Wachstums und der Landtechnik sei er daher mittel- bis langfristig für die Branche zuversichtlich. Die diesjährige Produktionsprognose hat der VDMA von bisher minus zehn auf jetzt minus sieben Prozent nach oben korrigiert. Grund dafür sei eine besser als erwartete Entwicklung im ersten Halbjahr.

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Über 300 Neuheiten auf der Messe

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