Landwirtschaft der Zukunft Mit der Drohne auf dem Acker

Wenn der Landwirt wissen will, wie es seinen Feldern geht, greift er heutzutage zum Laptop, Smartphone oder gar zur Drohne. In Hannover gibt die Branche derzeit Einblick in die Landwirtschaft des 21. Jahrhunderts.
Über 2900 Aussteller aus 52 Ländern präsentieren auf der weltweit größten Landtechnik-Messe Traktoren und Landmaschinen. Quelle: dpa
Agritechnica

Über 2900 Aussteller aus 52 Ländern präsentieren auf der weltweit größten Landtechnik-Messe Traktoren und Landmaschinen.

(Foto: dpa)

HannoverBei Hubertus Paetow ist die Drohne mit einer Digitalkamera ausgestattet. Mit ihr scannt der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft regelmäßig seine Felder und deckt so Mängel wie zu viel Nässe oder Schädlingsbefall auf. Das zeigt er anschaulich in einem Film des VDMA-Fachverbandes Landtechnik. Seine Drohne „beackert“ das Feld automatisch und ermittelt selbstständig den optimalen Flugweg. Die Luftbilder analysiert Paetow dann am Computer.

Digitale Technik ist in der Landwirtschaft heute nicht mehr wegzudenken. Die Zahl der Bauernhöfe sinkt, die Flächen werden immer größer. Damit wachsen die Anforderung an die Menschen und vor allem an die Maschinen. „Die Aufgaben des Landwirts sind vielseitiger und anspruchsvoller geworden“, heißt es beim VDMA, dem Branchenverband der Maschinenbauer.

Computer, GPS-Steuerung, Datenvernetzung und Analysesoftware gehören in der Landwirtschaft inzwischen zum Alltag. „Die Landwirtschaft hat eine Vorreiterrolle bei der Vernetzung“, unterstreicht DLG-Hauptgeschäftsführer Reinhard Grandke. Laut dem jüngsten Trendmonitor der DLG haben bereits 20 Prozent in entsprechende Technik investiert; weitere 20 Prozent haben die Absicht geäußert. Das bedeutet aber im Gegenzug auch, dass viele Landwirte bisher noch kein konkretes Konzept haben.

Bis zum 14. November trifft sich die Branche in Hannover auf der Agritechnica, der weltgrößten Fachmesse für Landtechnik. Mehr als 2900 Aussteller aus 53 Ländern präsentieren ihr Angebot. Fachbesucher haben damit beste Vergleichsmöglichkeiten zwischen den konkurrierenden Anbietern. „Das Messegelände ist ausgebucht“, betonte Grandke zur Eröffnung. Die Agritechnica baue damit ihre Stellung als internationale Leitausstellung für Landtechnik und Landwirtschaft weiter aus. Bei der letzten Auflage zog die Messe rund 450.000 Fachbesucher an. In diesem Jahr sollen es, so hofft die DLG als Veranstalter, erneut mehr als 400.000 werden.

Neue Giganten für den Acker
Mähdrescher CR 10.90 der Firma New Holland
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Der Mähdrescher hält im Guinness Buch der Rekorde den Weltrekord für die „größte in acht Stunden geerntete Menge Weizen“ – 797 Tonnen. Der etwa 700.000 Euro teure und 653 PS starke Mähdrescher hat beim Rekord 80,2 Hektar Felder geerntet.

Mehr zur Agritechnica 2015.

Trecker von Deutz Fahr
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Der Traktor fährt in der Klasse der Maschinen über 200 PS. Insgesamt gibt es drei Traktoren, die mit 7,8 Liter-Motoren der Deutz AG ausgestatten sind. Die brillantschwarze „Warrior-Edition“ ist ein limitiertes Sondermodell.

Fendt Grip Assistant
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Mit dem neuen Assistenzsystem von Fendt werden Traktorfahrer bei der Wahl der richtigen Ballastierung und bei der Einstellung des korrekten Reifendruckes gezielt unterstützt.

TEC AutoLearn
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Der weltweit erste selbstlernende Traktor von John Deere. Das System erkennt sich wiederholende Bedienvorgänge. Nach dreimaliger Wiederholung wird die letzte Sequenz als automatischer Ablauf vorgeschlagen und kann per Knopfdruck in den Speicher übernommen werden.

Intelligenter Allradantrieb von John Deere
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Das Allrad-Managementsystem verbessert die Effizienz des Traktors, indem es den Allradantrieb abhängig vom Lastzustand automatisch zu- oder abschaltet.

Pronto 6 DC von Horsch
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Eine kompakte Universaldrillmaschine, die durch ihr geringes Eigengewicht mit großem Tankvolumen auf maximale Leistung und Säqualität ausgelegt ist.

Leeb PT 330 von Horsch
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Die selbstfahrende Pflanzenschutzspritze mit innovativer Gestängeführung erhielt schon vor zwei Jahren auf der Agritechnica eine Silbermedaille.

Die Landwirtschaft stehe vor großen Herausforderungen. Viele Betriebe beurteilten die Lage angesichts der niedrigen Erzeugerpreise und wachsender gesellschaftlicher Ansprüche als kritisch. Der Informationsbedarf der Landwirte sei enorm.

„Die Lage, die uns dieser Herbst konjunkturell bietet, ist zwar weit entfernt von der Wachstumsdynamik der Vorjahre, strukturell erfreut sich unsere Industrie jedoch bester Gesundheit“, unterstrich Bernd Scherer, Geschäftsführer des VDMA-Fachverbandes Landtechnik. Und die Weltbevölkerung wachse kontinuierlich. Wegen der engen Verknüpfung des nötigen landwirtschaftlichen Wachstums und der Landtechnik sei er daher mittel- bis langfristig für die Branche zuversichtlich. Die diesjährige Produktionsprognose hat der VDMA von bisher minus zehn auf jetzt minus sieben Prozent nach oben korrigiert. Grund dafür sei eine besser als erwartete Entwicklung im ersten Halbjahr.

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